mainpost.de: Wie Facebook und Co. unseren Alltag verändern

jugendschutz.net

[...] Knapp 52 Millionen Deutsche sind online. Das sind laut aktueller ARD/ZDF-Online-Studie rund 2,7 Millionen Menschen mehr als 2010. Vor allem bei den 40- bis 59-Jährigen stieg der Anteil der Onliner auf 20 Millionen. Etwa die Hälfte aller über 50-Jährigen ist online, bei den unter 50-Jährigen sind es sogar 95 Prozent: Das Internet ist erwachsen geworden. Bei den Jugendlichen gibt es fast keine Offliner mehr: 99 Prozent der 14- bis 20-Jährigen gehen mehrmals wöchentlich bis mehrmals täglich ins Netz. Bei der Nutzungsdauer und -frequenz überholt das Internet in seiner Reichweite locker das Fernsehen. [...] Fast alle Nutzer kommen mit den sogenannten Web-2.0-Anwendungen in Kontakt.

[...] Auch das Internet-Lexikon Wikipedia ist eine Web-2.0-Anwendung. Grundsätzlich kann hier jeder Texte und Bilder einstellen, lesen und verändern. Allerdings stehen aktive Teilhabe und passiver Konsum in krassem Missverhältnis: Nur ein Prozent verfasst selbst Texte, wohingegen 97 Prozent dort Informationen abrufen. [...] Auch Videoportale wie Youtube zeigen einen immensen Unterschied zwischen aktiver Teilhabe und passivem Nutzen: Während 93 Prozent der Onliner Videos anschauen, lädt nur ein Prozent eigene Videos hoch.

[...] Einen Boom haben Kontakt- und Beziehungsnetzwerke erlebt, wovon vor allem Facebook profitiert. Nach eigenen Angaben loggen sich regelmäßig 20 Millionen unterschiedliche Nutzer bei Facebook ein - das ist jeder vierte Deutsche. "Die Nutzung beruflicher Communitys wie Xing liegt mit sechs Prozent auf eher geringem Niveau, während die Nutzung privater Communitys weiter steigt - 42 Prozent aller Onliner, das sind 21,49 Millionen Menschen, haben ein Profil bei einer privaten Community", so die ARD/ZDF-Online-Studie.

Zuletzt zählt die Studie den Kurznachrichtendienst "Twitter" zu den Web-2.0-Anwendungen. Auffällig: die Differenz zwischen der Aufmerksamkeit, die Twitter in den Medien hat, und der tatsächlichen Nutzung. Über 97 Prozent gaben an, den Dienst weder aktiv noch passiv zu nutzen.