zeit.de: Neue Wege im Kampf gegen Magersucht

jugendschutz.net

Bei der Behandlung der lebensbedrohlichen Magersucht gehen Ärzte und Therapeuten neue Wege: Mehrere Kliniken bieten Nachsorge-Programme über das Internet oder per SMS an. [...] Die Internet-Angebote sollen den Übergang von der stationären Behandlung zurück in den Alltag erleichtern.

[...] Das Internet bietet Chancen bei der Therapie, birgt allerdings auch Gefahren für magersüchtige Mädchen. Die Zentralstelle für den Jugendschutz im Internet, jugendschutz.net, registriert einen stetigen Anstieg von Webseiten, die Magersucht verherrlichen. Häufig würden diese von betroffenen Mädchen betrieben, die nicht einsehen, dass sie krank sind.

Die fehlende Einsicht sei typisch für die Krankheit, sagte de Zwaan, Sprecherin des Forschungsverbundes zur Psychotherapie der Essstörungen (EDNET). Trotz der Risiken hält sie die Neuen Medien für ein geeignetes niedrigschwelliges Angebot, um Menschen mit Essstörungen zu erreichen. "Man bekommt auch Zugang zu Betroffenen, die sich aus Scham noch gar nicht an einen Arzt gewandt haben."