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Aktuelle Meldungen zum Jugendschutz in Telemedien

Hier stehen die letzten 30 News, ältere finden Sie im Archiv.

27.01.2012  futurezone.at: Twitter kündigt nationale Filter für Tweets an

Der Internet-Kurznachrichtendienst Twitter plant die Einführung länderspezifischer Filter, um illegale Inhalte zu sperren. Das kündigte der in San Francisco ansässige Kurznachrichtendienst am Donnerstag in einem Blog-Eintrag an.

Der neue Filter wird laut Twitter sicherstellen, dass Nachrichten nur in jenen Ländern blockiert werden, in denen sie gegen Gesetze verstoßen. Im Rest der Welt seien die Tweets weiterhin zu lesen. Der neue Filter wurde laut dem Kurznachrichtendienst bis jetzt noch nicht eingesetzt.




27.01.2012  golem.de: Google+ für Jugendliche

Ab sofort kann jeder mit einem Google-Account auch bei Google+ mitmachen. Damit öffnet Google sein soziales Netzwerk für Jugendliche, denn bisher galt hierfür ein Mindestalter von 18 Jahren. Dieses sinkt nun auf 13 Jahre, denn das ist bei Google in den meisten Ländern das Mindestalter für einen Google-Account. [...]

Allerdings hat Google nicht nur das Mindestalter zur Teilnahme an Google+ gesenkt, sondern auch neue Sicherungsmechanismen für junge Google+-Nutzer eingeführt. So will Google sie vor zu viel Öffentlichkeit und "oversharing" bewahren. [...]

Benachrichtigungen erhalten jugendliche Nutzer standardmäßig nur von Personen in ihren Kreisen. Zudem lassen sich Nutzer mit maximal zwei Klicks blockieren. Auch Hangouts wurden um eine Sicherheitsfunktion ergänzt: Betritt eine Person, die nicht in den eigenen Kreisen ist, einen Hangout, werden die Kameras und Mikrofone aller jugendlichen Nutzer deaktiviert und die Jugendlichen so vorübergehend aus dem Hangout genommen. Sie haben aber die Möglichkeit, sich direkt erneut in den Hangout einzuschalten.




26.01.2012  spiegel.de: Facebook macht Chronik verbindlich

Alles, was ein Facebook-Nutzer erlebt, schreibt, fotografiert, wird demnächst in der Timeline, hierzulande Chronik genannt, zusammengefasst und präsentiert. Mitte Dezember begann das weltgrößte Social Network mit der Einführung des neuen Service. Das Feature traf auf ein geteiltes Echo. Netzwerk-Chef Mark Zuckerberg schwärmte: "So erzählt man seine ganze Lebensgeschichte auf einer einzigen Seite." Kritiker bemängelten die komplizierte Handhabung, die es noch schwieriger mache, die Privatsphäre der einzelnen Nutzer weiter zu gewährleisten.


Während die Timeline, in Deutschland Chronik genannt, bislang nur in einer Testphase lief, hat Facebook nun still und leise angekündigt, "in den nächsten Wochen" würde die Profilfunktion jedem Nutzer zur Verfügung gestellt. Diese Änderung könnte vor allem für solche Nutzer problematisch werden, die ihr Profil nur sporadisch besuchen und aktualisieren. Denn nach Einführung der neuen Prozedur bleiben nur sieben Tage Zeit, um die entsprechenden Einstellungen vorzunehmen. Ansonsten könnten alte, eigentlich vertraulich eingestufte Inhalte plötzlich aller Welt präsentiert werden.




25.01.2012  heise: Google bildet diensteübergreifende Benutzerprofile

Google ändert seinen Umgang mit Nutzerdaten und will künftig alle Informationen, die man bei verschiedenen Diensten des Konzerns hinterlässt, gesammelt auswerten. Der Internet-Riese versprach in einem Blog-Posting im Hausblog Vorteile für die Nutzer durch das neue Verfahren mit relevanteren Suchergebnissen und Werbeanzeigen. Für die Änderungen sollen zum März die Datenschutz-Bestimmungen vereinfacht und zusammengeführt werden - statt heute 70 einzelne Dokumente für verschiedene Dienste soll es eins geben. Die Daten würden nach wie vor nicht nach außen getragen, betont Google.



25.01.2012  sueddeutsche.de: Macht uns Facebook unglücklich?

Weil positive Erlebnisse bei Facebook eher festgehalten werden als andere, scheint das Leben der Anderen immer das glücklichere zu sein. [...] Forscher der American Academy of Pediatrics hatten zudem in einem Bericht ein Phänomen beschrieben, dass sie "Facebook-Depression" nennen. Demnach können Jugendliche, die viel Zeit in sozialen Netzwerken verbringen, Symptome einer Depression zeigen.

Die Kinderärzte verweisen unter anderem auf eine Studie, die zeigt, dass exzessives Chatten auf Facebook bei 13-jährigen Mädchen zu Depressionen führen kann. Zwei Psychologinnen aus New York hatten dazu 83 Teenagerinnen im Abstand eines Jahres auf Symptome von Depressionen untersucht - dabei stellten sie fest, dass die Mädchen, die ihre ersten Probleme mit romantischen Erfahrungen unverhältnismäßig viel untereinander diskutierten, höhere Depressionsgrade erreichten. Das Problem sei dabei nicht, dass viel über Probleme gesprochen wird, sondern dass die Chatteilnehmer in diesem Alter oft noch nicht über die geeigneten Strategien zur Problemlösung verfügten.




24.01.2012  wiwo.de: Facebook-Jahrbuch 2011 - Sieben neue Mitglieder pro Sekunde

[...] Mehr als 800 Millionen Mitglieder nutzen das von Mark Zuckerberg vor nicht einmal sieben Jahren ins Leben gerufene Netzwerk, um mit Freunden und Bekannten zu kommunizieren. [...]
In den vergangenen zwölf Monaten ist Facebook von 585 Millionen Nutzern um stolze 37 Prozent gewachsen. Das entspricht einem Plus von sieben neuen Mitglieder - pro Sekunde, wohlgemerkt.

Deutschland ist im vergangenen Jahr mit einem Plus von 60 Prozent auf nunmehr rund 22 Millionen Mitglieder auf den letzten Rang der Top-10 Facebook-Länder vorgerückt. [...] Bei den Alterskohorten wachsen die Unter-18-Jährigen sowie die Über-65-Jährigen relativ gesehen am stärksten, und zwar jeweils mit mehr als 50 Prozent - ein weiteres Indiz für die wachsende Durchdringung von Facebook in alle unterschiedlichen Gesellschaftsschichten.




24.01.2012  tagesspiegel.de: Radikalisierung unter Jungen

Kaum bemerkt von der deutschen Öffentlichkeit nimmt im Milieu der türkischstämmigen Rechtsextremisten die antikurdische und antisemitische Radikalisierung der Jugend zu. In den sozialen Netzwerken im Internet sei eine "sich verschärfende verbale Militanz" zu beobachten, sagte am Montag eine Expertin des Bundesamts für Verfassungsschutz bei einem Symposium der Behörde in der Bundesakademie für Sicherheitspolitik in Berlin. Der Anteil der "Facebook-Generation" in der rechtsextremen Ülcücü-Bewegung wachse "immens". [...] Anfällig für die Hetze seien speziell männliche Jugendliche aus der dritten Generation türkischer Einwanderer. Angesichts mangelhafter Integration werde ein Gegenentwurf zur westlichen Gesellschaft gesucht.



23.01.2012  inhope.org: Europe-wide principles to enhance online safety for children

Companies unite to launch the first industry-led Europe-wide principles to enhance online safety for children
Brussels, 19 January 2012.

The ICT Coalition for a Safer Internet for Children and Young People today announced its guiding principles for the development of products and services to actively enhance the safety of children and young people online.

25 companies from across the information and communications technology sector are signatories to the principles, which aim to ensure that children and young people obtain the greatest benefit from new technologies, while avoiding the challenges and risks which are of concern to people worldwide.

The Principles focus on the key areas of: content, parental controls, dealing with abuse/misuse, child sexual abuse content or illegal contact, privacy & control and education & awareness. Signatories pledge to:
-develop innovative ways of enhancing online safety and encouraging responsible use of the internet and internet access devices by children and young people;
-empower parents and carers to engage with and help protect their children;
-provide easily accessible, clear and transparent information about online safety and behaviour;
-raise awareness of how - and to whom - to report abuse and concerns.

More details about the ICT Principles and the actions to be taken by Signatories are available at http://www.gsma-documents.com/safer_mobile/ICT_Principles.pdf




23.01.2012  heise: Studie - Jugendliche hilflos bei Cybermobbing

Von "Schlampe" bis "Schwuler": In Berlin haben Forscher der Technischen Universität (TU) untersucht, wie sich Jugendliche als Zeugen (Bystander) von Beleidigungen im Internet oder per Handy, dem sogenannten Cybermobbing, verhalten. Viele blieben als Zuschauer passiv und schalteten sich erst ein, wenn Freunde betroffen waren, berichtet TU-Erziehungswissenschaftler Jan Pfetsch. Gemeinsam sei vielen Zeugen das Gefühl von Hilflosigkeit beim Umgang mit Cybermobbing.

Nach bisherigen Studien hat bis zu einem Drittel der Jugendlichen in Deutschland schon einmal mit Cybermobbing zu tun gehabt. Dazu zählen Wissenschaftler unter anderem gegenseitiges Provozieren und Beschimpfen, Beleidigungen, Verleumdungen, das Verbreiten von Gerüchten, die Veröffentlichung entwürdigender Fotos und Videos sowie Gewaltandrohung mit Hilfe elektronischer Medien.




20.01.2012  zeit.de: Internet-Enquetekommission fordert Laptops für alle Schüler

Jeder Schüler in Deutschland sollte mit staatlicher Unterstützung einen eigenen Laptop oder Tablet-PC bekommen. Länder und Kommunen müssten dieses Ziel gemeinsam verfolgen, sagte der Vorsitzende der Internet-Enquetekommission des Bundestages, Thomas Jarzombek (CDU).

"Wenn erst jeder Schüler seinen (Lern-)Computer mit in den Unterricht bringt, werden alle Beteiligten dazu gezwungen sein, sich mit dem Internet auseinanderzusetzen", heißt es in dem vorgelegten Zwischenbericht zur Medienkompetenz. Ziel aller Bemühungen um die Förderung von Medienkompetenz sei es, den Einzelnen zu befähigen und darin zu stärken, insbesondere die interaktiven Medien "selbstbestimmt, kompetent und souverän zu nutzen".




20.01.2012  heise: Deutsche sind immer länger online

Eine von der britischen Regulierungsbehörde Ofcom zusammengestellte Studie gibt einen detaillierten Einblick in die Mediennutzung vieler Europäer. [...]. So war jeder Internetnutzer in Deutschland 2011 im Schnitt 756 Minuten pro Woche im Internet unterwegs. Das sind 62 Minuten mehr als im Vorjahr und sogar 189 Minuten mehr als noch 2008. Diese Zunahme ist im europäischen Vergleich jedoch eine Ausnahme, denn gegenüber 2008 ging die Internetnutzung in Frankreich, Großbritannien und Italien teilweise deutlich zurück. Mitverantwortlich dafür dürften aber auch Smartphones sein, denn die mobile Internetnutzung floss nicht in diese Statistik ein.



20.01.2012  derstandard.at: Rechte legen Nazi-Leaks lahm

Denial-of-Service-Attacken gestartet - Aktivisten von Anonymous weichen auf nazi-leaks.info aus. Aktivisten von Anonymous haben ein gegen die rechte Szene gerichtetes Enthüllungsportal gestartet. Auf der Website nazi-leaks.net sind unter anderem Listen mit NPD-Spendern sowie Kunden von einschlägigen Versandhäusern veröffentlicht worden. [...] In den vergangenen Tagen, hat die rechte Szene zum Gegenangriff angesetzt und "nazi-leaks.net" mit Denial-of-Service-Attacken eingedeckt. Bei solchen Attacken werden Server gezielt mit Anfragen bombardiert, bis sie wegen Überlastung nur noch langsam funktionieren oder ganz zusammenbrechen.



20.01.2012  dradio.de: Eigene Probleme sind im Social Web kaum Thema

Nutzer von Facebook, Google Plus & Co. stellen sich online gerne besonders posititv dar. Wie die Forschungsgruppe "Sozialisation im Social Web" der Uni Mannheim herausfand, geht man dort weniger auf Probleme ein. Auf positive Einträge folgten auch mehr positive Rückmeldungen. [...] Dass die User Sozialer Netzwerke auch vor der Offenlegung intimer Details nicht zurückschrecken, liegt nach Ansicht der Wissenschaftler daran, dass dies durch den Aufbau neuer Kontakte belohnt wird. Mit steigender Medienkompetenz sei es aber vorstellbar, dass sich irgendwann eine Gegenbewegung, eine Art "Privatsphäre 2.0", formiert.



20.01.2012  mediabiz.de: bpb-Präsident Thomas Krüger in KJM-Vorsitz gewählt

Die KJM hat einen zweiten stellvertretenden Vorsitzenden gewählt: Thomas Krüger, den Präsidenten der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Er vertritt den KJM-Vorsitzenden Siegfried Schneider ab sofort neben Andreas Fischer, dem Direktor der niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM).

Mit der Entscheidung, einen Bund-/Ländervertreter aus dem Kreis der KJM-Mitglieder zum zweiten Stellvertreter zu wählen, betont das Gremium seine gesellschaftspolitische Verantwortung, so Siegfried Schneider, der Vorsitzende der KJM: "Die Wahl von Thomas Krüger ist ganz im Sinne der pluralen Besetzung der KJM und wird nicht zuletzt dazu beitragen, die Transparenz unserer Entscheidungen weiter zu befördern." Dies sei umso wichtiger, da der moderne Jugendmedienschutz aufgrund von Konvergenz und Globalisierung der Medien vor großen Herausforderungen stehe, so Thomas Krüger: "Aktuell sind das der netzpolitische Diskurs, das Thema Jugendschutzprogramme oder auch interne Umstrukturierungen im Jugendmedienschutz. Als zweiter KJM-Stellvertreter werde ich mich dafür einsetzen, das System der regulierten Selbstregulierung in eine gute Zukunft zu führen."




19.01.2012  zeit.de: Spur von Nazi-Hetzseite führt nach Schweden

Nach Kritik an den Behörden wegen mangelnden Schutzes für Nazigegner, ist am Mittwoch im Verfassungsschutzausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses über die Bedrohung durch Rechtsextreme gesprochen worden. Seit Monaten werden auf einer in einschlägigen Kreisen bekannten Neonaziseite im Internet rund hundert Personen als "Feinde" geführt. Ein Sprecher von Innensenator Frank Henkel (CDU) sagte nach der Ausschusssitzung, alle zuständigen Stellen hätten das Problem im Blick. Der Justizverwaltung zufolge handelt es sich um "die zentrale Internetplattform des aktionsorientierten Rechtsextremismus" in Berlin. Die rechte Internetplattform wird unter anderem über Rechner in den USA bereitgestellt. Auf der Seite selbst wird eine schwedische Firma als verantwortlicher Kontakt genannt.



18.01.2012  heise: Facebook und Google wehren sich gegen Zensurauflagen in Indien

Facebook und Google haben gegen die Vorgabe der indischen Regierung, "anstößige Inhalte" aus ihren Angeboten zu filtern, Beschwerde beim High Court Delhi eingereicht. Ein Google-Anwalt verwies [...] auf die in dem Land von der Verfassung geschützten Rechte auf Meinungs- und Informationsfreiheit. Anders als unter autoritären Regimes sei es im demokratischen Indien nicht möglich, große Teil des Internets blockieren [...]. Von einer Sperre, die auf unerwünschte Inhalte abziele, könnten zugleich auch rechtmäßige Angebote betroffen sein.
Der Google-Anwalt argumentierte, dass eine Mittlerinstanz wie eine Suchmaschine nicht für Inhalte Dritter verantwortlich gemacht werden könne. Man verweise nur auf Angebote anderer, könne deren Inhalte aber nicht kontrollieren und auch nicht automatisch verstehen.




16.01.2012  derstandard.at: Jugendliche zeigen eklatante Lücken im Wissen über Medien

Eklatante Wissenslücken zeigt eine an der FH Joanneum in Graz erstellte Studie über das Medienwissen österreichischer Jugendlicher auf. "Jugendliche nutzen Medien unterschiedlichster Art, ohne jedoch zu reflektieren, wer oder was dahintersteckt", resümiert der Leiter des Studiengangs "Journalismus und Public Relations", Heinz M. Fischer. [...] Auf ihr Medienwissen getestet wurden im Sommer 2011 insgesamt 175 Bewerberinnen und Bewerber für den Grazer Studiengang aus ganz Österreich, mit deutlichem Frauenüberhang. Gegenüber einer vergleichbaren Erhebung von 2005 haben die Kenntnisse massiv abgenommen, so Fischer und Projektleiter Heinz P. Wassermann. [...]

"Die kritische Analyse, Reflexion und Vermittlung von Hintergrundwissen über Medien wird in den Schulen offensichtlich stark vernachlässigt. Obwohl Medienkompetenz im Grundsatzerlass für Medienerziehung des Unterrichtsministeriums festgeschrieben steht, werden diese Inhalte im Unterricht augenscheinlich nicht oder nicht ausreichend thematisiert", so die Schlussfolgerung von Studiengangsleiter Fischer.




13.01.2012  kurier.at: Küssel plante 'völkischen Staat'

Michael Dohr verteidigt Neonazi Gottfried Küssel vor Gericht. Küssel gilt als Hintermann von zwei Neonazi-Websites. [...] Der Staatsanwalt in seiner Anklage: Mit beiden Homepages habe man der Neonazi-Szene "ein Sprachrohr" gegeben, versuchte "Aufruhrstimmung" zu erzeugen, um die "verfassungsmäßige Ordnung sowie die innere Sicherheit" zu untergraben. Ziel sei es gewesen, Neonazis anzuwerben und aufzufordern, für eine "völkische Staatsverfassung (...) aktiv zu werden". Es gab auch Aufrufe zu "einschlägigen Handlungen", heißt es. Die Homepages hatten immerhin rund 7000 Besucher.



12.01.2012  fr-online.de: Google wird persönlich

Mit der neuen Funktion "Google Search - plus Your World" (Suche - plus Deine Welt) weitet der Suchmaschinen-Gigant seine Treffer künftig auf persönliche Inhalte wie private Fotoalben aus. [...] Das Angebot wird von Google zunächst für die englischsprachige Version auf google.com freigeschaltet. "Wir arbeiten aber auch hart daran, es in Deutschland verfügbar zu machen", sagte Google-Manager Amit Singhal der Nachrichtenagentur dpa. Bei der Option der "persönlichen Ergebnisse" durchstöbert Google beispielsweise Bilder, die beim Online-Netzwerk Google+ oder dem Online-Fotoalbum Picassa hochgeladen wurde.

Google bietet nun außerdem die Option, die Suche nach Personen auf einen Bekanntenkreis zu beschränken. [...] Google wertet dabei vor allem die Beziehungen aus dem eigenen sozialen Netzwerk Google+ aus.

Mit einem Klick auf ein kleines Logo könne der Anwender entscheiden, ob er seine "eigene Welt" durchsuchen oder universelle Suchresultate erhalten wolle. Mit dem Ausschalten der personalisierten Ergebnisse werde auch sichergestellt, dass die Suchabfragen bei Google nicht in einem Profil gespeichert und bei künftigen Suchabfragen berücksichtigt werden.




12.01.2012  pro-medienmagazin.de: Kann denn Facebook Sünde sein?

Wer auf "Facebook" unterwegs ist, ist kein guter Moslem. Das hat ein iranischer Geistlicher nun verkündet. [...] "Im Grunde ist es unislamisch und nicht erlaubt, auf eine Internetseite zu gehen, die Unsittlichkeiten propagiert und den religiösen Glauben schwächen könnte", sagte Ajatollah Lotfollah Safi-Golpaygani laut einer Meldung des "Focus" am Samstag. [...] "Unproblematisch ist die Nutzung von Internetseiten, die religiöse Kriterien propagieren und nicht zu Unsittlichkeiten führen", heißt es weiter.

Die iranische Regierung schränkt die Internetnutzung seiner Bürger massiv ein. Dennoch seien rund 17 Millionen Iraner Mitglied bei "Facebook". Beobachter schätzen die tatsächliche Zahl laut "Focus" aber deutlich höher ein. Der Iran blockiere rund fünf Millionen Internetseiten. Die Bevölkerung verschaffe sich aber etwa über Proxy-Programme dennoch Zugang. Damit könnten Nutzer vorgaukeln, aus einem anderen Land zu stammen, und so den Filter umgehen.




12.01.2012  abendblatt.de: "Internet darf nicht rechtsfrei sein"

Thomas-Michael Hoffmann, Leiter der Staatsanwaltschaft Lübeck will gegen Betrüger vorgehen und rechtsfreier Zone entgegenwirken. In der Kriminalität im Internet sieht er eine große Bedrohung, die immer mehr Menschen betrifft. [...] "Das Internet darf keine rechtsfreie Zone werden. Dem müssen wir entgegenwirken." [...] Neben Betrügern machen sich beispielsweise auch Neonazis das Internet zunutze, um ihr Gedankengut zu verbreiten. [...] Im Fall des Mannes, der rund 700 in Stormarn gedrehte Videos mit rassistischen Äußerungen ins Netz gestellt hat, steht für den Juristen fest, dass eine Straftat vorliegt. Ermittler haben bereits die Rechner des Ingenieurs beschlagnahmt. Ein Grünen-Politiker aus Lübeck, war auf die Videos gestoßen und hatte Anzeige erstattet. "Auf solche Hinweise sind wir angewiesen", sagt Hoffmann: "Wir haben schließlich keinen Überwachungsstaat - zum Glück." Er selbst bezeichnet den Rechtsextremismus als latent vertrautes Problem.



12.01.2012  FR: Das Tribunal der Islamhasser

Muslimfeindliche Agitatoren rund um das Blog "Politically Incorrect" radikalisieren sich, prangern im Internet Islamfreunde an und bedrohen ihre Kontrahenten. Jetzt reagieren Staatsanwälte und der Verfassungsschutz. [...] Insgesamt hat sich die islamfeindliche Szene weiter radikalisiert - bis hin zur Forderung, die Religionsfreiheit abzuschaffen, und zu organisierten Gewaltdrohungen. Vor diesem Hintergrund bestätigt der Leiter des Hamburger Verfassungsschutzes, Manfred Murck, der Berliner Zeitung erstmals, dass die Behörden die Verfassungsfeindlichkeit der Szene systematisch prüfen. Zudem wird gegen PI wegen Volksverhetzung ermittelt.



12.01.2012  presseportal.de: Exzessives Mobbing soll strafbar werden

Die Nichtregierungsorganisation naiin fordert die Einführung eines Straftatbestandes, der exzessives Mobbing gegen Kinder und Jugendliche als besondere Form der psychischen Gewaltausübung ausdrücklich unter Strafe stellt. [...] Täglich werden nach Angaben von naiin Zigtausende Kinder und Jugendliche in fast jeder Schule in Deutschland erniedrigt, gepeinigt und psychisch gequält. Studien zufolge sind bereits zwischen 15 und 30 Prozent der Schüler betroffen. Im Internet setzt sich das Mobbing zudem außerhalb der Schulzeit sowie in den Ferien fort.



04.01.2012  heise: Clean IT - Nutzer sollen illegale Seiten melden

Die EU-Kommission fördert das Projekt Clean IT, das Nutzer bei der Kennzeichnung "illegaler oder unerwünschter" Online-Inhalte einbinden will. Das geht aus einer Zusammenfassung (DOC-Datei) der bisherigen Projektverlaufs hervor. So könnten Zugangs- und Hostinganbieter könnten ihren Kunden "Flagging-Systeme" anbieten, mit der unerwünschte Inhalte markiert werden können. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, die Verbreitung von Terror- und Hasspropaganda im Internet zu erschweren. Auch gegen andere rechtswidrige Zwecke wie Cybercrime, Diskriminierung oder das Streuen illegaler Software und Kinderpornographie wollen die Beteiligten vorgehen.



04.01.2012  heise: Bayerische Internetpolizisten sollen Kriminalität im Netz bekämpfen

Bayern will mit speziell ausgebildeten "Internetpolizisten" gegen die zunehmende Kriminalität im Netz vorgehen. 54 Computer- und Informatik-Experten, die zusätzlich zu Vollzugsbeamten ausgebildet wurden, treten in diesem Jahr ihren Dienst bei der Kriminalpolizei an. Das kündigte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag in München an. "Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein", betonte er. Der CSU-Politiker forderte dabei auch erneut eine rasche Neuregelung der Vorratsdatenspeicherung.

Nach den Worten Herrmanns ist die Kriminalität im Internet weiter auf dem Vormarsch. [...] Meist gehe es dabei um Betrug, teilweise habe man es mit ganzen Betrügerbanden zu tun. Als weitere Beispiele für die zunehmende Cyber-Kriminalität nannte Herrmann Urheberrechtsverletzungen, den organisierten Handel mit illegalen Arzneimitteln und Angriffe auf Unternehmen und Behörden mit Cyber-Attacken. Und das "abscheulichste Delikt" in der virtuellen Welt sei Kinderpornografie.




03.01.2012  fr-online.de: StudiVZ vor dem Ende

Als Internet-Märchen begann die Geschichte von StudiVZ im Jahr 2005. Heute leidet das soziale Netzwerk an dramatischem Mitgliederschwund - und wird 2012 kaum überleben.

Der Patient wird sterben, der Zeitpunkt steht schon fest. Auf www.wannstirbtstudiVZ.com gibt eine unerbittlich tickende Uhr dem sozialen Netzwerk noch knapp zehn Wochen Gnadenfrist. Ein Balkendiagramm zeigt die Seitenbesuche pro Monat. Im Mai 2010 waren es über 450 Millionen, im November 2011 nur noch rund 80 Millionen. Eine orangene Linie verbindet die Monatswerte miteinander und bildet eine Gerade - die im März 2012 die x-Achse berührt: Exitus. [...]
Noch 16 Millionen Mitglieder hat StudiVZ, davon sind 9,8 Millionen aktiv. Das klingt zunächst nicht schlecht, doch Facebook vernetzt allein in Deutschland mehr als doppelt so viele Menschen.




03.01.2012  heise: Anonymous startet Webportal gegen Neonazis

Aktivisten der Hacker-Gruppe Anonymous haben eine gegen die rechte Szene gerichtete Website gestartet. Auf nazi-leaks.net sind unter anderem Listen mit angeblichen NPD-Spendern veröffentlicht worden. Das Portal ist nach Angaben der unbekannten Betreiber Teil der seit mehreren Monaten laufenden "Operation Blitzkrieg", bei der Anonymous-Hacker die Web-Auftritte rechtsgerichteter Organisationen angreifen. Die dpa konnte die Echtheit der veröffentlichten Informationen nicht verifizieren. Die NPD erklärte, sie prüfe den Fall noch, werde aber wahrscheinlich eine Anzeige erstatten.

Bei nazi-leaks.net handelt es sich um ein Blog, bei dem Nutzer per E-Mail Informationen einreichen können. Auf der Seite standen am Montag unter anderem Listen mit Kunden rechter Versandhäuser, Kontakten der Zeitschrift Junge Freiheit sowie interne E-Mails der NPD, aus denen bereits im Februar mehrere deutsche Medien berichtet hatten.




03.01.2012  derstandart.at: Facebook kooperierte bei Neonazi-Jagd mit Verfassungsschutz

Das Kärntner Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) hat bei der Suche nach einem mutmaßlichen Neonazi Unterstützung vom Internet-Netzwerk Facebook bekommen. Die Firma mit Sitz in den USA rückte mit der Identität eines 17 Jahre alten Kärntners heraus, dessen Internet-Profil mit hetzerischen und antisemitischen Parolen gespickt war [...].

"Es war das erste Mal, dass wir bei Facebook angefragt haben und sie haben uns nach einiger Korrespondenz die Daten herausgegeben", bestätigte LVT-Chef Helmut Mayer am Freitag. Ermittler aus anderen Bundesländern hätten zwar wenig Aussicht auf Erfolg prognostiziert und "viel Glück gewünscht". Allerdings habe sich ein junger Kärntner Beamter sehr um den Fall bemüht. "Er war sehr hartnäckig", sagte Mayer. Grundlage für die Herausgabe der Daten sei selbstredend ein entsprechender Beschluss der Staatsanwaltschaft Klagenfurt gewesen.




31.12.2011  sueddeutsche.de: Schaar will datenschutzfreundliche Voreinstellungen im Netz

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat sich für datenschutzfreundliche Voreinstellungen bei Smartphones und Internet-Diensten ausgesprochen. Die Unternehmen müssten verpflichtet werden, ihre Produkte dahingehend weiterzuentwickeln.

Das sagte Schaar der Nachrichtenagentur dpa. "Gesetzliche Vorgaben könnten dafür sorgen, dass Produkte und Dienste so auf den Markt kommen, dass man ihnen vertrauen kann. Aber auch Datenschutzsiegel könnten hier sehr hilfreich sein", sagte er.




31.12.2011  augsburger-allgemeine.de: Pädophiler gab sich im Internet als BVB-Trainer Klopp aus

Ein 41 Jahre alter, pädophiler Mann hat sich im Internet als BVB-Trainer Jürgen Klopp ausgegeben, um Kontakt zu einem Jungen herzustellen.
Über Monate hat sich ein mehrfach vorbestrafter Pädophiler aus Baden-Württemberg im Internet als BVB-Fußballtrainer Jürgen Klopp ausgegeben und Kontakt zu einem Jungen gesucht. Zu einem persönlichen Treffen sei es aber nicht gekommen, teilt die Polizei am Freitag in Rottweil mit. Der 41-Jährige habe im sozialen Netzwerk Facebook auch vorgegeben, Nationalspieler Mario Götze zu sein, um den Jungen stärker an sich zu binden.




 
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