Jahresbericht 2001Immer mehr jugendgefährdende Internetangebote ohne ausreichenden Jugendschutzjugendschutz.net hat im Jahr 2001 mehr als 2.500 jugendschutzrelevante Websites überprüft. Insgesamt wurde gegen 1000 unzulässige Internet-Angebote im In- und Ausland vorgegangen. jugendschutz.net hat etwa 650 deutsche Anbieter, die unzulässige Inhalte ohne ausreichenden Zugangsschutz präsentierten, aufgefordert, den Jugendschutz zu berücksichtigen. In etwa 2/3 der Fälle nahmen die Anbieter ausreichende Änderungen vor, die restlichen 187 Angebote wurden zur Einleitung von Maßnahmen an die zuständigen Aufsichtsbehörden der Länder abgegeben. Zusätzlich recherchierte jugendschutz.net 200 Fälle von Kinderpornografie und 75 Fälle sonstiger harter Pornographie (Gewalt- und Tierpornographie), die direkt an das BKA weitergeleitet wurden. |  |  | 
Jahresbericht 2001 (Kurzfassung) |  |
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Rechtsextreme Jugendszenen im InternetEin weiterer Schwerpunkt der Arbeit von jugendschutz.net bestand im Jahr 2001 in der Recherche rechtsextremer Jugendszenen im Internet. Im Rahmen von zusätzlichen Projekten im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung und des Bundesfamilienministeriums konnten etwa 1.000 deutschsprachige rechtsextreme Angebote dokumentiert werden. Neben der Sichtung und Bewertung von Angeboten, die ganz gezielt jugendliche Seh- und Kommunikationsgewohnheiten (Spiele, Musik, interaktive Angebote wie Gästebücher und Foren) bedienen, ging es hier auch um die Erprobung von Möglichkeiten, wie dem Rechtsextremismus im Internet – auch im Ausland – die Propaganda-Plattform entzogen werden kann. Bei 106 Angeboten wurden geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen (z.B. Anschreiben von Host- und Serviceprovidern). Auf Betreiben von jugendschutz.net konnten 30 Angebote in Deutschland und 35 Websites in den USA geschlossen werden. |  |  | 
 geschlossenes Angebot in den USA
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Beschwerdestelle (Hotline)Etwa die Hälfte der Verstöße recherchierte jugendschutz.net selbst, der Rest basierte auf Hinweisen von Internet-Nutzern. jugendschutz.net hat 1999 eine Online-Meldestelle eingerichtet, die im Rahmen des INHOPE-Verbundes der EU mit 14 Hotlines aus 9 Ländern kooperiert. Gemeldet wurden insbesondere pornographische Angebote ohne Alterskontrolle, kinderpornographische Darstellungen und so genannte Tasteless-Sites (zynisch kommentierte Bilder von kranken, verletzten oder getöteten Menschen). |  |  |  siehe dazu auch: Hotline |  |
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Neuregelung des JugendschutzesDie von Bund und Ländern angestrebte Neuregelung des Jugendmedienschutzes versucht, einheitliche Schutzregelungen für Rundfunk und Internet zu etablieren. Im Rahmen dieser Diskussion hat sich jugendschutz.net verstärkt mit großen Internetportalen auseinandergesetzt, weil sie im Vergleich zum Fernsehen den Jugendschutz nur unzureichend berücksichtigen. Viel besuchte Webangebote wie Suchmaschinen oder Angebote privater Rundfunkanbieter verlinken nicht nur auf unzulässige Hardcore-Sites, auch entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte, die im Fernsehen erst ab 23:00 Uhr gesendet werden dürften, sind in der Regel ohne Schutzmaßnahmen zugänglich. |  |  | 
 "Posenfotos" (hier retouchiert) werden unzulässig
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Aggressive Adult-AngeboteMit besonderer Sorge betrachtet jugendschutz.net die Entwicklung im Bereich der Adult-Angebote. Zunehmend werden deutsche Websites mit pornografischen Bildern, Videos und Live-Peepshows völlig ungeschützt über 0190er-Zugänge oder ohne ausreichende Alterskontrollen angeboten. Zu beobachten ist, dass Webmaster schon im frei zugänglichen Vorschaubereich die Grenzen austesten und mit allen möglichen Tricks versuchen, Surfer - darunter auch unerfahrene Kinder - auf ihre Seiten zu locken und dort „gefangen“ zu halten. Gerade im Bereich dieser aggressiven Vermarktungsmethoden sind freiwillige Selbstbeschränkungen der Anbieter zu fordern. |  |  | 
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