Jahresbericht 2002Mehr als 800 deutsche Web-Angebote beanstandetjugendschutz.net hat im Jahr 2002 2.250 jugendschutzrelevante Websites neu erfasst und mehr als 3.500 Beschwerden von Internet-Nutzern bearbeitet. 1.413 Angebote wiesen Verstöße auf, gegen mehr als 1.000 unzulässige Angebote im In- und Ausland wurde vorgegangen. jugendschutz.net hat 819 deutsche Anbieter aufgefordert, Bestimmungen des Jugendschutzes zu berücksichtigen. In etwa 3/4 der Fälle nahmen die Anbieter ausreichende Änderungen vor, 138 Angebote mussten zur Einleitung von Strafmaßnahmen an die zuständigen Aufsichtsbehörden der Länder abgegeben werden. Zusätzlich recherchierte jugendschutz.net 129 Fälle von harter Pornografie (Kinder-, Gewalt- und Tierpornografie) und leitete sie in der Regel an das BKA weiter. Bei Verstößen im Ausland wurden die dortigen Meldestellen informiert oder zuständige Serviceprovider um Schließung gebeten.
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Jahresbericht 2002 (Kurzfassung)
 beanstandete deutsche Angebote
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3.500 Bescherden an die HotlineEtwa ein Viertel der Verstöße recherchierte jugendschutz.net selbst, der Rest basierte auf Beschwerden von Internet-Nutzern an die INHOPE-Hotline, die jugendschutz.net 1999 mit finanzieller Unterstützung der EU (Internet Action Plan for a Safer Use of the Internet) eingerichtet hat. |  |  |  siehe dazu auch: Hotline |  |
Neuregelung des JugendschutzesAm 01.04.03 tritt der neue Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) in Kraft, der erstmals den Jugendschutz im Rundfunk und im Internet gemeinsam regelt. Ziel der Neuregelung ist auch eine Verbesserung des Jugendschutzes im Internet. Mit Inkrafttreten müssen sich Darstellungen im Internet an der gleichen Elle messen lassen wie im Leitmedium Fernsehen. Anbieter haben künftig auch im Internet dafür zu sorgen, dass Kinder und Jugendliche nicht mit entwicklungsbeeinträchtigenden Angeboten konfrontiert werden. jugendschutz.net begrüßt vor allem auch, dass die Darstellung von Kindern und Jugendlichen in sexualisierten Kontexten (so genannte Posenfotos) künftig unzulässig wird. Aggressive Adult-AngeboteMit besonderer Sorge betrachtet jugendschutz.net, dass "Erotik"-Anbieter den Zugangsschutz für pornografische Seiten drastisch reduziert haben und ihre Angebote verstärkt über so genannte Spam-Mails bewerben. Auch Kinder und Jugendliche werden inzwischen massenhaft von Emails belästigt, die sie mit allen möglichen Tricks zum Besuch kostenpflichtiger "Peep-Shows" verleiten oder direkt mit Hardcore-Darstellungen konfrontieren. Gerade im Bereich dieser aggressiven Vermarktungsmethoden fordert jugendschutz.net seit Jahren freiwillige Selbstbeschränkungen der Anbieter. |  |  | 
 beeinträchtigende Angebote auf großen Portalen
 Email-Spam in Postfächern von Kindern
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