2000 Jugendschutzverstöße im Internet beanstandetjugendschutz.net geht gegen sexuelle Ausbeutung von Minderjährigen im In- und Ausland vor(22.05.06)
jugendschutz.net hat 2005 Maßnahmen gegen 1.949 Internetangebote mit pornografischen, rechtsextremen oder gewaltverherrlichenden Inhalten ergriffen. Insgesamt bearbeitete die länderübergreifende Stelle mehr als 5.300 Beschwerden und Anfragen zum Jugendschutz im Internet. Zwei Drittel der 874 Verstöße in Deutschland konnte jugendschutz.net durch Beanstandungen beim Anbieter schnell beseitigen, in 183 Fällen wurde die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) eingeschaltet. Die KJM als zuständige Internetaufsicht hat die Möglichkeit, Sperrungen zu verfügen und Bußgelder bis zu einer Höhe von 500.000 Euro zu verhängen. |  |  |  siehe dazu: Jahresbericht 2005 (PDF) |  |
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Gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern vorgegangen
jugendschutz.net ging 2005 schwerpunktmäßig gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen im Internet vor. 224 unzulässige Angebote im Vorfeld der Kinderpornografie wurden beanstandet, die Minderjährige in aufreizenden sexuellen Posen zeigen. So konnte erreicht werden, dass unzulässige Posen-Angebote von deutschen Servern weitgehend verschwunden sind. Anbietern, die ihre Websites ins Ausland verlagerten, wurde die Vermarktungsbasis entzogen. jugendschutz.net bewegte Kreditkartenunternehmen dazu, ihre Bezahldienste nicht mehr für solche Angebote zur Verfügung zu stellen. |  |  |  siehe dazu Aufsatz: Minderjährige in unnatürlich geschlechtsbetonter Körperhaltung |  |
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Zunehmende Erfolge bei Verstößen im Ausland
jugendschutz.net erzielt auch bei Verstößen im Ausland zunehmend Erfolge. Ein Drittel der 1.075 neu erfassten Verstöße auf ausländischen Servern konnten über Diensteanbieter, zuständige Meldestellen oder Institutionen schnell beseitigt werden. Erstmals ist es gelungen, auch Websites bei so genannten Nazi-Providern schließen und den Zugriff auf eine Website, die Gewaltvideos zum Download anbot, sperren zu lassen. 253 kinderpornografische Angebote hat jugendschutz.net zur weiteren Verfolgung an das Bundeskriminalamt abgegeben. |  |  |  siehe dazu Berichte bei Heise: IP-Carrier Level3 sperrt Website und in Frankfurter Rundschau: Jugendschützer gehen gegen us-amerikanische 'Snuff'-Seite vor |  |
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Zusammenarbeit auf internationaler Ebene ausgeweitet
jugendschutz.net baute 2005 die internationale Kooperation weiter aus, präsentierte erfolgreiche Arbeitsansätze auf internationalen Konferenzen und richtete Workshops für ausländische Initiativen aus, die gegen Verstöße im Netz vorgehen wollen. jugendschutz.net ist Gründungsmitglied des europäischen Hotline-Verbundes INHOPE und des internationalen Netzwerks gegen Cyber-Hate INACH. Neben der praktischen Zusammenarbeit in transnationalen Fällen nutzt jugendschutz.net beide Netzwerke zur Diskussion grenzüberschreitender Lösungsansätze und zum internationalen Austausch über wirksame Schutzmaßnahmen. Insbesondere die Arbeit von jugendschutz.net gegen Rechtsextremismus im Internet wird von internationalen Organisationen wie der OSZE inzwischen als vorbildlich anerkannt. |  |  |  siehe dazu: INHOPE-Hotline-Verbund und INACH-Netzwerk |  |
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Empfehlungsdienst für empfehlenswerte Kinderangebote gestartet
Seit 2005 wendet sich jugendschutz.net auch direkt an Kinder und Jugendliche, um sie über sicheres Surfen und Chatten zu informieren und zu positiven Angeboten zu führen. Mit den "Klick-Tipps – Surfen wo's gut ist!" werden Kinder und deren Eltern über reizvolle kindgeeignete Seiten informiert und Anbieter bei der kinderfreundlicheren Gestaltung ihrer Websites unterstützt. Klick-Tipps ist ein wöchentlicher Besprechungsdienst für empfehlenswerte Kinderseiten, der interessierten Anbietern kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Über die Einbindung des Dienstes in reichweitenstarken Portalen sollen kindgeeignete Angebote besser sichtbar gemacht werden. |  |  |  siehe dazu die aktuellen Klick-Tipps und die die Broschüre: Chatten ohne Risiko? |  |
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Forderung: Internetfähige Handys kindersicher vorkonfigurieren
Trotz der erfolgreichen Arbeit von jugendschutz.net zeigt die bisher höchste Zahl an festgestellten Verstößen, dass Anbieter weiterhin mit Nachdruck aufgefordert werden müssen, bei der Gestaltung ihrer Angebote den Jugendschutz besser zu berücksichtigen. Mit der Verfügbarkeit internetfähiger Handys und mobiler Spielgeräte wird die Mediennutzung künftig noch weiter individualisiert und der elterlichen Kontrolle zunehmend entzogen. Hierdurch wird es nötig, die Entwicklung wirksamer Schutzmaßnahmen zu forcieren und Anbieter verstärkt aufzufordern, Internetzugänge kindersicher vorzukonfigurieren. |  |  | 
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Vergleichbaren Jugendschutz wie in den traditionellen Medien anstreben
jugendschutz.net wurde 1997 als gemeinsame Einrichtung von den Jugendministern der Länder gegründet und ist an die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) angebunden. Die Länder übergreifende Stelle hat den Auftrag, jugendgefährdende und entwicklungsbeeinträchtigende Angebote im Internet zu überprüfen und auf deren Veränderung oder Herausnahme zu drängen. Ziel ist ein vergleichbarer Jugendschutz wie in den traditionellen Medien. |  |  |  siehe dazu: Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) |  |