Kinder als Sex-Objekte - 750 Websites im In- und Ausland beanstandet

Erfolge im Kampf gegen sexuelle Vermarktung von Minderjährigen

(22.05.06) jugendschutz.net ist mit einer dreijährigen Beanstandungskampagne gegen 750 Websites im Vorfeld der Kinderpornografie vorgegangen und hat das seit 2003 gültige Verbot von Posenangeboten damit weitgehend durchgesetzt. Gegen Anbieter, die sich uneinsichtig zeigten, wurden Aufsichtsverfahren durch die Kommission für Jugend­medien­schutz (KJM) eingeleitet, die mit hohen Geldbußen endeten. Auch im Ausland konnte jugendschutz.net wichtige Erfolge erzielen und der sexuellen Ausbeutung von Kindern in Zusammenarbeit mit Kreditkartenunternehmen die finanzielle Basis entziehen.


siehe dazu: Jahresbericht 2006 (PDF)




Gegen 2.625 Verstöße vorgegangen

Allein 2006 hat jugendschutz.net Maßnahmen gegen 2.625 Internet-Angebote mit pornografischen, rechtsextremen oder gewaltverherrlichenden Inhalten ergriffen. Zwei Drittel der 1.235 Verstöße in Deutschland konnte jugendschutz.net durch Beanstandungen beim Anbieter schnell beseitigen. In 140 Fällen wurde die KJM eingeschaltet. Insgesamt wurden 2006 mehr als 7.500 Hinweise und Anfragen zum Jugendschutz bearbeitet.






Risiken von Chats und Handys recherchiert

jugendschutz.net recherchiert ein großes Spektrum von Gefährdungen im Internet. Die Verherrlichung von Selbsttötungen und Magersucht waren 2006 Gegenstand intensiver Kontrollen, ebenso die stark professionalisierte Nutzung des Internets durch rechtsextreme Gruppen. jugendschutz.net recherchierte verstärkt beeinträchtigende Darstellungen, die auch auf großen Internetportalen zu finden sind. Geprüft wurden die Risiken von Chats, Handys und onlinefähigen Spielekonsolen sowie erstmals auch die Wirksam­keit von Filtersystemen. jugendschutz.net informierte Betreiber über die Recherche­ergebnisse, unterbreitete Vorschläge, wie der Kinder- und Jugendschutz besser berücksichtigt werden kann und erarbeitete Materialen zur sicheren Nutzung des Internets. Um Kinder zu guten Seiten zu führen, wurden mehr als 1.300 empfehlenswerte Seiten gesichtet und mit einer Kinderredaktion bewertet.






Zusammenarbeit auf internationaler Ebene ausgeweitet

jugendschutz.net hat 2006 auch seine Aktivitäten auf internationaler Ebene weiter verstärkt. Neben der langjährigen Mitgliedschaft in den internationalen Netzwerken gegen Kinderpornografie (INHOPE) und Rassismus (INACH) ist jugendschutz.net seit 2006 auch im Beirat des europäischen Filtertest-Projektes SIP-Bench vertreten. Um ausländische Angebote zu sperren oder Betreibern die Plattform zu entziehen, schaltete jugendschutz.net in 341 Fällen das BKA ein, kooperierte mit Bezahlsystemen (38 Fälle) sowie mit Partner-Melde­stellen im Ausland (517 Fälle). Besonders Erfolg versprechend war die Kooperation mit Host-Providern, die den Speicherplatz im Internet zur Verfügung stellen. In 78% der Fälle haben sie beanstandete unzulässige Inhalte entfernt.