Erlebniswelt Rechtsextremismus - Menschenverachtung mit Unterhaltungswert

Hintergründe - Methoden - Praxis der Prävention

Aktionen und Erscheinungsformen des Rechtsextremismus sind heute weder altbacken noch ewiggestrig - eine Szene im modernen Gewand fordert die politische Bildung heraus. Websites als interaktives Medium zur Ansprache, kostenlose Musik-CDs als Köder, ein breites Bekleidungssortiment als Ausdruck eines rechtsextremistischen Lifestyles, Konzerte, Demonstrationen und Sonnenwendfeiern als Events mit Unterhaltungswert - all dies steht für eine neue Qualität rechtsextremistischer Propaganda. Feindbilder und Identitätsangebote sind in dieser Erlebniswelt allgegenwärtig.

Jugendliche als Zielgruppe Nummer eins

Gerade an Jugendliche richtet die Szene ihre wichtigsten Werbebotschaften: "Kameradschaft" und Zusammenhalt in unsicheren Zeiten. Gleichzeitig nehmen Tarnungstendenzen zu: Aktivisten hüllen menschenverachtende Vorstellungen in Andeutungen und verbannen einschlägige Symbole zugunsten unverdächtiger Codes in die Schublade. Die Publikation und die begleitende CD-ROM gehen den Strategien nach, die hinter der Erlebniswelt stehen, und analysieren vor allem Musik und Websites der Szene.

Den kritischen Blick schärfen und Mut machen, gegen Rassismus tätig zu werden

Zugleich stellt das Buch Methoden und pädagogische Ansätze vor, durch die in der Bildungsarbeit mit Jugendlichen der kritische Blick auf den Rechtsextremismus geschärft werden kann. 15 Projektskizzen aus der schulischen und außerschulischen Praxis liefern Anregungen und machen Mut, Elemente zu erproben, sie mit eigenen Ideen zu kombinieren und bestehende Ansätze fortzuentwickeln.

In der Praxis erprobte Präventionskonzepte

Anstoß für die Publikation gaben Fortbildungen zum Rechtsextremismus im Internet, die jugendschutz.net mit den Bildungs- und Innenministerien sowie mit der Landeszentrale für politische Bildung in den letzten Jahren für Pädagoginnen und Pädagogen in NRW ausgerichtet hatte. Die Publikation ist im Juni 2007 im Wochenschau-Verlag erschienen.






Das Buch ist über den Wochenschau-Verlag erhältlich.


Weitere Informationen auch auf der Website des Verfassungsschutzes NRW