Aktuelle Meldungen zum Jugendschutz in Telemedien

Hier stehen die letzten 30 News, ältere finden Sie im Archiv.

01.09.2010  heise: Datenschützer fordern Grenzen für Google, Facebook & Co.

Datenschützer haben demokratisch legitimierte Grenzen für globale Internetfirmen wie Google und Facebook gefordert. "Die Arroganz eines Unternehmens namens Google und die Ignoranz für Grundrechte - das kann so nicht weitergehen", sagte der Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz, Thilo Weichert, am Rande einer Tagung der Datenschutzakademie Schleswig-Holstein am Montag in Kiel. [...]

Die stellvertretende Landesbeauftragte für Datenschutz Schleswig-Holstein, Marit Hansen, forderte außerdem die einzelnen Internet-Benutzer auf, mehr auf die Freigabe ihrer persönlichen Daten zu achten. "Die Jugendlichen entwickeln sich da schon ganz richtig", sagte Hansen. "Sie sind zum Beispiel bei ihren Profilangaben sehr viel vorsichtiger geworden."




01.09.2010  BBC News: Facebook child abuse images ringleader jailed

The ringleader of an international network who shared up to 100,000 indecent images of children on Facebook has been jailed for four years.



01.09.2010  rlp.de: Praktische Tipps fürs Netz 

Für manche Eltern wird es [...] immer schwieriger, den Medienkonsum ihrer Kinder zu überschauen und ihnen bei der Nutzung des Internets Hilfestellung zu geben.

Dies ist Anlass für die Landesregierung gewesen, eine umfassende Ratgeberbroschüre insbesondere für Eltern von Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klassenstufe zu entwickeln", sagte der Chef der Staatskanzlei Martin Stadelmaier, bei der Präsentation der Broschüre "Surfen? Aber sicher!", die er gemeinsam mit Bildungsstaatsekretärin Vera Reiß und dem Leiter von jugendschutz.net, Friedemann Schindler, heute in Mainz vorstellte. [...]

Die Broschüre "Surfen? Aber sicher!" ist in Zusammenarbeit mit "klick-tipps.net", einem gemeinsamen Projekt von jugendschutz.net und der Stiftung Medienkompetenzforum Südwest, entstanden.




Siehe dazu: Surfen? Aber sicher! (PDF)
27.08.2010  web.de: Todesliste auf Facebook wird Wirklichkeit

Im Internet veröffentlichte "Todeslisten" mit Dutzenden von Namen haben Kolumbien in Angst versetzt. Bereits drei Teenager, deren Namen auf einer Facebook-Liste standen, sind in der Stadt Puerto Asis im Distrikt Putamayo in den vergangenen Tagen getötet worden. Die Regierung ordnete inzwischen eine Untersuchung an. Junge Leute aus verschiedenen Teilen Kolumbiens hatten in den vergangenen Tagen angegeben, dass sie über Facebook bedroht worden seien.



25.08.2010  bildungsklick.de: Jugendwettbewerb setzt Zeichen für mehr Respekt und toleranteres Miteinander

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, hat heute (Mittwoch) den YouTube Jugendwettbewerb gegen Ausgrenzung "361 Grad Respekt" gestartet. Kinder und Jugendliche können bis zum 16. Oktober Videos für mehr Respekt und ein toleranteres Miteinander auf www.youtube.de/361grad hochladen.

[...] Die Initiative "Laut gegen Nazis", die Amadeu Antonio Stiftung und YouTube starten den Wettbewerb gemeinsam. Weitere Partner sind unter anderem die Deutsche UNESCO-Kommission, die Bundeszentrale für politische Bildung, die EU-Initiative "Klicksafe" sowie die bundesweite Aktion "Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage".




25.08.2010  heise: Rotlichtbezirk im Internet - Neuer Vertragsentwurf für .xxx-Registry

Schon mehrere Jahre zieht sich der Streit über die Einführung der "Porno-Top-Level-Domain" .xxx hin. Vorgeblich wegen formaler und technischer Mängel hatte die oberste Domain-Verwaltungsbehörde ICANN mehrfach der Bewerbung der ICM Registry zur Verwaltung dieser TLD die Zustimmung verweigert. Tatsächlich hat wohl insbesondere die US-amerikanische Regierung große Vorbehalte gegen die Einführung einer Rotlicht-TLD.



24.08.2010  tagesspiegel.de: Braune Kinderlieder

Die Melodien kennt fast jedes Kind, die Schlaflieder sind ein Stück Kulturerbe. Das macht sich auch die rechte Szene zunutze. Im Juli haben Neonazis ein Machwerk ins Netz gestellt, das an Perfidie kaum zu überbieten ist.

Die Texte zu den niedlichen Klängen wurden umgedichtet in Ruhmesparolen für das NS-Regime und in Hetze gegen Juden und Schwarze, bis hin zum Mordaufruf. Entsprechende Videos wurden bei YouTube eingestellt, unzählige Internetnutzer haben sich die Hasstiraden heruntergeladen. Und das ist nur ein Beispiel für die sich weiter ausbreitende Braunzone im WorldWideWeb. Rechtsextremisten mischen längst auch in Communities wie Facebook mit, manchmal verdeckt, oft auch offen. Die Gegenwehr von Staat und Gesellschaft ist mühsam, doch nicht erfolglos, wie die Arbeit von "jugendschutz.net" verdeutlicht.




24.08.2010  wdr.de: Hass im Netz

Noch nie gab es so viele rechtsextreme Websites wie heute. Die Kontrollstelle Jugendschutz.net stellte am Dienstag (24.08.10) ihren Bericht 2009 vor. Darin: immer neue Nazi-Communitys im Web2.0 - und Gutenachtlieder, die zum Mord an Juden aufrufen.

Jedes Jahr berichtet Jugendschutz.net1, die zentrale Kontrollstelle für den Jugendschutz im Internet, von rechtsextremen Aktivitäten Netz - und jedes Jahr werden den Zahlen beunruhigender: Mehr als 1.870 Websites aus der rechtsextremen Szene und mehrere Tausend rechtsextreme Beiträge in Communitys wie Facebook und auf Videoplattformen wie Youtube zählte Jugendschutz.net 2009. Die Zahl spezieller Neonazi-Communitys, in denen sich Rechtsextreme vernetzen, um ungestört ihr braunes Gedankengut auszutauschen oder rassistische Aktionen vorzubereiten, habe sich im Vergleich zum Vorjahr sogar verdreifacht. WDR.de sprach mit Stefan Glaser, dem Leiter des Bereichs Rechtsextremismus bei Jugendschutz.net.




24.08.2010  spiegel.de: Kinderporno-Besitz reicht nicht für Beamtenkündigung

Der private Besitz kinderpornografischer Dateien durch Beamte stellt zwar ein schweres Dienstvergehen dar - rechtfertigt aber noch nicht eine Entfernung aus dem öffentlichen Dienst. Zwei Männer hatten gegen ihre Entlassung geklagt, das Urteil garantiert ihnen aber noch keine Wiedereinstellung.

Ein Lehrer aus Hamburg und ein Zollinspektor aus dem Saarland können auf eine weitere Karriere als Beamte hoffen - obwohl sie wegen des Besitzes von Kinderpornografie verurteilt wurden. Die beiden waren wegen ihrer Vergehen aus dem Dienst entlassen worden und hatten deshalb vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig geklagt.

Das entschied am Donnerstag: Der Kinderporno-Besitz ist zwar ein "außerdienstliches Vergehen". Ob dies jedoch als Disziplinarmaßnahme gleich die Entfernung aus dem Dienst rechtfertige, müsse im Einzelfall geprüft werden. Eventuell reichten auch Gehaltskürzungen aus. Beamte seien in ihrem Privatleben nicht anders als jeder andere Bürger zu behandeln, betonten die Richter.




24.08.2010  chip.de: Chatroulette - Webdienst offline, neue Version folgt

Chatroulette ist zugleich einer der erfolgreichsten und auch umstrittensten Webdienste der jüngsten Vergangenheit. Nun wurde die Seite von ihrem russischen Entwickler Andrey Ternovskiy offline genommen, um im Laufe des Tages durch eine neue Version ersetzt zu werden. [...] Obwohl gerade einmal gut zehn Prozent aller Nutzer weiblich sind, nutzen offenbar viele männliche Chatter die Plattform, um sich auf die Suche nach sexuellen Darstellungen zu begeben. Die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich eine nackte Frau vor die Kamera zu bekommen, ist allerdings verschwinden gering, wohingegen laut einer statistischen Erhebung jeder achte Klick einen nackten Mann zeigt. Diese offene Zurschaustellung und Geschlechtsteilen hat Chatroulette weltweit massiv in Verruf gebracht.

Ob sich dies mit der neuen Version von Chatroulette ändern wird, ist bislang nicht absehbar. Die Seite des Webdienstes verweist derzeit lediglich darauf, dass "Experiment #1" beendet sei und die nächste Phase im Laufe des Tages gestartet werde. (cel)




24.08.2010  dradio.de: "Ich nehme die Sorgen der Menschen sehr, sehr ernst"

[...] Leutheusser-Schnarrenberger: Das BKA arbeitet jetzt intensiv, auch gerade am Löschen. Und dazu ist ja die Zusammenarbeit auch mit anderen Selbsthilfeorganisationen, auch mit Jugendschutz.net, aber auch mit der freiwilligen Selbstkontrolle ganz, ganz entscheidend, aber auch mit den Selbstregulierungsorganisationen der Anbieter selbst, also INHOPE. Ich denke, dass jetzt die Zahlen des Löschens, gerade weil man jetzt auch erst in dieser Zusammenarbeit seit kurzem so intensiv verbunden ist, BKA und andere Organisationen, sind ja die Zahlen angestiegen, was das Löschen selbst angeht. Und ich glaube, dass da natürlich noch sehr viel mehr auch drin ist. [...] Natürlich gibt mir zu denken, wenn ich Zahlenentwicklungen sehe, wenn ich sehe, wie eine Zusammenarbeit erst doch langsam anläuft. Das es auch hier und da, das ist ganz normal, auch vielleicht nicht so einfach ist und unterschiedliche Vorstellungen gegeben sind. Natürlich beschäftigt uns das.



23.08.2010  blick nach rechts: "Frühform von Terror"

Neonazis attackieren Politiker und veröffentlichen Foto von Wohnhaus und Adresse eines Oberstaatsanwalts für Staatsschutzverfahren. [...] Auf der Homepage der Stralsunder Kameradschaft "Hatecrew" wurde unter Angabe der Anschrift ein Foto eines Hauseinganges mit einer zerstörten Briefkastenanlage veröffentlicht. Süffisant schreibt der Verfasser: "Was uns dazu bewogen hat diesen Briefkasten zu fotografieren, wissen wir nicht. Irgendein unbestimmtes Gefühl sagt uns aber, dass es sich lohnen könnte dieses Stillleben fotografisch festzuhalten." Nach Telefonbuchrecherchen veröffentlichte ein Internetportal, welches auf den stellvertretenden NPD-Landesvorsitzenden David Petereit registriert ist, den Namen eines dort wohnhaften Oberstaatsanwaltes. Dieser ist bei der Stralsunder Anklagebehörde für Staatsschutzverfahren zuständig.



20.08.2010  netz-gegen-nazis.de: Sprühereien und E-Mail-Lawine zum Todestag von Rudolf Heß

Für Neonazis ist er ein "Märtyrer" - Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß, der sich am 17. August 1987 in der Zitadelle Spandau in Berlin das Leben nahm. [...] Unter falschem Absender haben Unbekannte am Dienstag per E-Mail rechtsextreme Propaganda verschickt. Getarnt als angebliche Post verschiedener Lokalzeitungen, u.a. der Mainpost, des Rheinischen Merkur, der "Nordbadischen Nachrichten" und der "Stuttgarter Nachrichten", erhielten mehrere Leser unaufgefordert einen Aufsatz des NPD-nahen Autors Olaf Rose zugeschickt. Darin wird der ranghohe Nazi Rudolf Heß (Stellvertreter von Adolf Hitler) zum Märtyrer stilisiert. Leser beschwerten sich, die Polizei ermittelt nun, ob der Straftatbestand der Volksverhetzung damit erfüllt sei.



19.08.2010  golem.de: Google-Chef Schmidt - Teenager sollten den Namen wechseln

Ist Ihnen Ihre persönliche Seite in dem sozialen Netzwerk Ihrer Wahl peinlich geworden? Wollen Sie Ihre Jugendsünden vergessen machen? Dann hat der Google-Chef einen Rat für Sie: Wechseln Sie doch einfach (in Zukunft) Ihren Namen!



19.08.2010  teachersnews.net: EU-Initiative klicksafe präsentiert sich auf der gamescom

Pünktlich zum Start der gamescom, der größten Messe für interaktive Spiele und Unterhaltung, veröffentlicht die EU-Initiative klicksafe in Kooperation mit dem Spieleratgeber-NRW einen neuen Bereich auf der Webseite zu den Themen "Computerspiele und Spielekonsolen" sowie eine überarbeitete Auflage ihres Infoflyers "Computerspiele-Tipps für Eltern". Wer sich persönlich informieren möchte, besucht den klicksafe-Stand auf der gamescom. [...]

Der aktualisierte Infoflyer "Computerspiele-Tipps für Eltern" bietet in kompakter Form die zehn wichtigsten Ratschläge für eine sinnvolle und verantwortungsbewusste Medienerziehung. Der Flyer steht kostenfrei zum Download unter www.klicksafe.de zur Verfügung und kann in gedruckter Fassung über die klicksafe-Webseite bestellt werden.




Klicksafe-Infoflyer "Computerspiele-Tipps für Eltern"
19.08.2010  rp-online.de: Brisante Spuren im Internet

Kein Online-Produkt steht derzeit so im Mittelpunkt der Kritik wie Google Street View. Tatsächlich offenbaren soziale Netzwerke wie Facebook, StudiVZ aber auch die Websuche selbst viel mehr Informationen über die Menschen.



19.08.2010  faz.net: Gläserne Freunde - Facebook zeigt Aufenthaltsort seiner Nutzer

[...]

Mit Facebook Places kann sich ein Nutzer per Handy seinen aktuellen Aufenthaltsort wie ein Restaurant, ein Konzert oder einen Laden mitteilen.Seit Monaten war ein solcher Dienst von Facebook erwartet worden. Die Lokalisierungsanwendung ist erst einmal nur in den Vereinigten Staaten verfügbar, soll aber nach und nach allen der mehr als 500 Millionen Nutzer des Internet-Netzwerks zugänglich sein. Auch sollen Mitglieder damit feststellen können, welche Veranstaltungen und Angebote in der Umgebung zu finden sind.

Doch mit Politiker und Datenschützern will es sich Facebook bei seinem gläsernen Vorhaben nicht verscherzen, sondern vielmehr Rücksicht nehmen. Das Unternehmen kündigte jedenfalls einen umfassenden Datenschutz für die Nutzer des neuen Lokalisierungsdienstes an - etwa durch die Möglichkeit, die Funktion auszuschalten. Dennoch gibt es schon Kritik an dem Lokalisierungsdienst: Unmittelbar nach der Ankündigung in der Nacht zum Donnerstag bemängelte die kalifornische Bürgerrechtsorgansiation ACLU, dass ein Nutzer ihn begleitende Freunde auch ohne deren Zustimmung an einem bestimmten Ort anmelden kann.




18.08.2010  heise: BKA verzeichnet wachsenden Erfolg beim Löschen von Kinderpornos

Die Bemühungen des Bundeskriminalamts (BKA) zum Entfernen von kinderpornografischen Bildern aus dem Internet trugen im Juli offensichtlich verstärkt Früchte. So waren im vergangenen Monat 63 Prozent der entdeckten ausländischen Webseiten mit kinderpornographischem Material binnen einer Woche nach Hinweis der Ermittler offline. Bisher lag die Erfolgsquote im ersten Halbjahr 2010 durchschnittlich bei 60 Prozent.



18.08.2010  inside-handy.de: Zehn Millionen Handy-Besitzer nutzen das mobile Internet

Die Internetnutzung mit dem Handy ist in der breiten Bevölkerung angekommen. Aktuell nutzen zehn Millionen Menschen in Deutschland regelmäßig Internetfunktionen mit ihrem Mobiltelefon. Das entspricht 17 Prozent aller Handy-Besitzer. Rund acht Millionen rufen Webseiten auf (13 Prozent der Handy-Besitzer), vier Millionen schreiben E-Mails (sieben Prozent) und ebenfalls vier Millionen nutzen so genannte Apps (sieben Prozent).

Das hat eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom ergeben. Bei der Befragung unter 1.000 Personen ab 14 Jahren waren Mehrfachnennungen möglich. [...]

Besonders beliebt ist das mobile Internet bei den Jüngeren. Ein Viertel der 14- bis 29-jährigen Handy-Besitzer nutzt mobile Internetfunktionen: 24 Prozent der Jüngeren rufen Webseiten auf, 14 Prozent schreiben E-Mails und 13 Prozent nutzen Apps.




18.08.2010  onlinekosten.de: Android - Spiele-App sendet unbemerkt GPS-Daten

Smartphones sind der Kassenschlager der Mobilfunkbranche und sorgen auch bei Kriminellen zunehmend für leuchtende Augen. [...]

In einem aktuellen Fall verrät eine als Spiel getarnte App den Standort des Nutzers an Dritte, warnen die Sicherheitsunternehmen Symantec sowie F-Secure. Die Spionage-Software wird im Android Market als Variante des Spiels Snake angeboten. Wer Tap Snake auf sein Android-Smartphone lädt, bekommt statt eines harmlosen Zeitvertreibs allerdings einen GPS-Sender untergeschoben: Das Spiel ist fester Bestandteil einer zweiten App, die von ihren russischen Entwicklern als GPS SPY vermarktet wird und sendet alle 15 Minuten detaillierte Standortinformationen an einen externen Server.




18.08.2010  focus.de: Eltern an die Waffen

Computerspiele - ein Dauerthema in Familien. Damit Mütter und Väter wissen, worüber sie mit ihren Kindern streiten, dürfen sie bei speziellen "Eltern-LANs" selbst mal zocken - mit erstaunlichen Einsichten. [...]

"Eltern-LAN" heißt die Spielwiese, auf der Mütter und Väter das können. LAN ist die Abkürzung für "local area network", ein Netzwerk, das mehrere Computer miteinander verbindet, zum Beispiel um gegeneinander zu spielen. Zum 17. Mal bieten die Electronic Sports League, eine internationale Liga für Computerspieler, und drei Institutionen aus der Medienpädagogik diesen kostenlosen Fortbildungsnachmittag für Eltern an.




18.08.2010  zeit.de: Online-Sexsucht - Und schuld war nur das Netz?

Mit Netzsperren wollen Kirche und Union Pornosucht bekämpfen, der Suchtstoff sei viel zu leicht zu haben. Ursachen geht das nicht an, das Problem ist nicht das Internet. [...]

Der 48-Jährige outet sich im Internet-Forum Cyberlord als online-sexsüchtig. Der Schritt in die Öffentlichkeit soll ihm helfen, das Problem endlich in den Griff zu bekommen. Rogavi ist nicht der einzige, der täglich bis zu fünf Stunden Sexvideos im Netz konsumiert. [...]

Dem Netz die Schuld daran zu geben, führte allerdings in die Irre. Denn Ursache einer solchen Verhaltenssucht genannten Störung ist nicht das Internet. Süchte sind nur ein Symptom dafür, dass die Betroffenen unter tiefer liegenden Problemen leiden und sich Dinge suchen, um sich besser zu fühlen, beziehungsweise um ihr Leben ertragen zu können.




17.08.2010  teltarif.de: Spammer tricksen Facebook-Nutzer mit "Dislike-Buttons" aus

Im Sozialen Netzwerk Facebook sind derzeit Mitteilungen im Umlauf, die den Nutzer in eine Spam-Falle locken. Der Virenschutzanbieter Sophos warnte heute davor, auf diesen Trick hereinzufallen, bei dem die Installation eines "Dislike-Buttons" versprochen wird. In Facebook kann man bei Mitteilungen oder Fotos den Vermerk hinterlassen: "Gefällt mir". Bei vielen Mitgliedern gibt es den Wunsch, auch ein Missfallen bekunden zu können. Darauf spekulieren die Entwickler der Spam-Anwendung. Bei einem Klick auf ihre Mitteilung mit einem Link zu dem angeblichen "Dislike-Button", wird laut Sophos eine Anwendung gestartet, "die sich für den Anwender unbemerkbar, Zutritt zu deren Profileinstellungen verschafft". Danach könnten von dem betreffenden Account Spam-Mitteilungen losgeschickt werden, so der Sophos-Experte Graham Cluley im Firmenblog. Der Nutzer werde außerdem zu einem Online-Formular geleitet, das die Eingabe persönlicher Daten verlange.



17.08.2010  faz.net: Kinderpornos im Netz: Schnell gelöscht? Von wegen!

Gegner der Internetsperren behaupten seit Jahren, "Inhope" lösche Kinderpornos in Stunden. Deshalb brauche es die Sperren nicht. Doch was ist eigentlich die Bilanz dieses Verbandes? Schnelle Löscherfolge wurden meist nur vorgegaukelt. [...]

Inhope sei "unschlagbar" schnell, sagte Ackermann noch im Juli 2009, viel schneller als das Bundeskriminalamt oder Interpol, bei denen dauere es ja ewig. Und Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) schwärmte, Inhope mache vor, "wie schnell strafbare Inhalte aus dem Netz verschwinden". Von diesem "innovativen Ansatz" wolle die Regierung lernen. Die Erfolgsmeldungen klangen phantastisch, doch sie stimmten nicht. Das fand der Eco selbst schon im vergangenen Sommer heraus. 144 Websites sollten gelöscht werden. Das Ergebnis des Experiments war beschämend: Allein von den 110 amerikanischen Seiten blieb mehr als die Hälfte noch Monate später abrufbar. Auch in Russland, Holland, Japan und in der Tschechischen Republik ließen Löscherfolge oft mehrere Wochen auf sich warten. Die Öffentlichkeit sollte von dem Experiment aber nichts erfahren, der Eco schwieg darüber.




17.08.2010  heise: Provider - 'Löschen statt Sperren' funktioniert

Der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco hat wegen "Fehlinterpretationen" einen Zeitungsbericht zurückgewiesen, wonach die Bemühungen der Netzanbieter zum Löschen kinderpornographischer Seiten häufig im Sande verliefen und die Branche einschlägige Erfahrungen vertuscht habe. "Der Ansatz 'Löschen statt Sperren' funktioniert", erklärte eco-Geschäftsführer Harald Summa am Montag gegenüber heise online. Dieser Weg müsse "entschieden und mit größtmöglichem Engagement" auch auf Seiten der Strafverfolgungsbehörden fortgeführt werden.
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"Wir haben im vergangenen Sommer 144 Fälle kinderpornographischer Inhalte geprüft und die strafrechtlich relevanten Beschwerden entweder direkt an die zuständigen Provider herangetragen oder eine INHOPE-Partner-Hotline informiert", klärt Summa nun auf. Dabei sei festzustellen gewesen, "dass die Hostprovider schnell reagiert und die gemeldeten Seiten vom Netz genommen haben". Entsprechende Reaktionszeiten habe man naturgemäß nur in den Fällen erfassen können, "in denen wir selbst den Serviceanbieter benachrichtigt haben". [...]




17.08.2010  br-online.de: Schau hin, was deine Kinder machen

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat sich erneut für schärfere Nutzer- und Datenschutz-Richtlinien im Internet ausgesprochen. "Wir brauchen einen Ehrenkodex, eine Art Knigge für das Internet". Mit Blick auf soziale Netzwerke wie Facebook warnte sie: "Das Angebot ist nicht kostenlos - wir Nutzer zahlen mit unseren privaten Daten." Das Bewusstsein dafür müsse jedoch bei jungen Nutzern noch geschärft werden.



siehe dazu: DasErste - ARD-Mittagsmagazin vom 16. August 2010
17.08.2010  rp-online.de: Trotz verbesserter Sicherheitseinstellungen - Aigner lehnt Rückkehr zu Facebook ab

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) will trotz veränderter Sicherheitseinstellungen nicht mehr dem Online-Netzwerk Facebook beitreten. "Solange das Grundproblem von Facebook nicht gelöst ist, trete ich nicht wieder ein", sagte Aigner. "Die Grundeinstellungen und Sicherheitseinstellungen sind noch immer nicht zugunsten eines hohen Datenschutzes, sondern zugunsten eines hohen Datennutzens für Facebook eingestellt", begründete die Ministerin ihre Entscheidung im "Hamburger Abendblatt". [...]



17.08.2010  kjm-online.de: Herausforderung Computerspiele - KJM informiert auf der gamescom

Computerspiele als jüngstes und am schnellsten wachsendes Medium werden ein immer wichtigerer Arbeitsschwerpunkt der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) - vor allem aufgrund ihrer Verfügbarkeit im Internet. Deshalb informiert die KJM als zuständige Aufsicht über Onlinespiele auch dieses Jahr wieder auf der gamescom in Köln, die von morgen an bis Sonntag, den 23. August, geöffnet hat. Zu finden ist der KJM-Stand im Bereich gamesCompetence (Halle 8.1, C - 040a), wo zahlreiche Jugendschutz-Institutionen ihre Angebote zu Jugendmedienschutz, Medienpädagogik und Medienkompetenz vorstellen. [...]
"Kritisch sehen wir dabei die aus dem Einsatz neuer Technologien entstehenden Möglichkeiten, über das Internet jugendgefährdende und entwicklungsbeeinträchtigende Darstellungen zugänglich zu machen. Auch neue Vertriebs- und Vermarktungswege wie Downloads oder das Phänomen der sogenannten In-Game-Werbung gestalten den Jugendmedienschutz künftig nicht einfacher", erklärt der KJM-Vorsitzende Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring. [...]




16.08.2010  welt.de: Frauen stehen auf gesellige Computerspiele

Fast zehn Euro bezahlt Martina Hummel im Monat an Facebook. Keine Angst, das soziale Netzwerk ist nicht kostenpflichtig geworden. Martina Hummel gibt dieses Geld aus, um ihren Garten in Monster World zu pflegen, einem Browserspiel auf der sozialen Plattform. [...]

Die Spiele selbst sind meist für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen. "Aber nur weil das Spiel für Zwölfjährige frei gegeben ist, heißt das noch lange nicht, dass sich auch das Geschäftsmodell für Kinder eignet", so Steinhöfel. Die Verbraucherzentralen fordern deshalb eine Beschränkung auf kindersichere Zahlungsweisen wie Kreditkarte, oder sie empfehlen die Zahlung mit der "Paysafe"-Karte, einer Prepaid-Lösung fürs Internet, die man auch im Drogeriemarkt kaufen kann. [...]

Eine Lösung für das Problem der Kindersicherheit haben jetzt die VZ Netzwerke gefunden: dort soll es bald ein globales Limit von 20 Euro im Monat geben, mehr kann ein Spieler dann nicht ausgeben. Wooga will auch erst dann Bezahlinhalte im SchülerVZ frei schalten. Ein Problem sieht Moeser jedoch auch bei Facebook nicht: "Die meisten User sind zwischen 20 und etwa 40 Jahre alt und meine Erfahrung ist: Wenn sie dafür bezahlen wollen, dann machen sie das bewusst."
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16.08.2010  futurezone.ort.at: Facebook-"Alarmknopf" 55.000-mal installiert

Einen Monat nach der Einführung des "Alarmknopfs" für junge Facebook-Nutzer in Großbritannien zählten Jugendschützer mehr als 55.000 Installationen der Applikation. Seit die Funktion am 12. Juli freigeschaltet wurde, gingen 211 Verdachtshinweise von Jugendlichen ein, wie das britische Child Exploitation and Online Protection Center (CEOP) am Donnerstag in London mitteilte. Im Vormonat seien hingegen lediglich 28 Meldungen zu verdächtigen Verhaltensweisen in dem Sozialen Netzwerk gezählt worden.
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