Rechtsextreme agieren immer professioneller

jugendschutz.net beschäftigt sich seit seit 10 Jahren mit Rechtsextremismus im Internet. Immer mehr Angebote sind heute zeitgemäß und professionell gestaltet - mit Musik, Videos und interaktiven Elementen werden Jugendliche angesprochen und für rassistisches und neonazistisches Gedankengut geködert.

Neonazis rekrutieren Nachwuchs im Netz

Die rechtsextreme Szene nutzt das Internet breit als Propagandainstrument. Neonazistische Kameradschaften mobilisieren auf Web-Angeboten für Aufmärsche und unterbreiten Kontaktangebote, rechtsextreme Bands bewerben ihre rassistische Musik und einschlägige Versandhändler vertreiben über das Web neonazistische "Devotionalien". Auch die NPD hat ihre Internet-Auftritte modernisiert und instrumentalisiert das Netz zur Rekrutierung des jugendlichen Nachwuchses.

Rechtsextreme missbrauchen das Web2.0

Die rechtsextreme Web-Szene ist gut vernetzt, ihre Angebote für Interessierte schnell auffindbar. Auch wenn Kinder und Jugendliche nichts Rechtsextremes suchen, können sie sehr schnell und einfach auf solche Inhalte stoßen, z.B. über Suchmaschinen, Videoplattformen oder in Sozialen Netzwerken. Gerade in den Diensten des Web2.0 verbreiten Rechtsextreme verstärkt ihre Propaganda.

Rechtsextremes Web-Angebot nimmt zu

jugendschutz.net verzeichnete in den letzten Jahren einen enormen Anstieg an rechtsextremen Websites und registrierte zuletzt mehr als 1.700 verschiedene rechtsextreme Angebote aus dem deutschen Sprachraum, Tendenz steigend. Hinzu kommen massenhaft Beiträge in sämtlichen Web 2.0-Diensten.


Siehe dazu Projektbericht 2008 von jugendschutz.net