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Jahresbericht 2016

Hass, Gewalt und Missbrauch im Netz: jugendschutz.net erreicht immer häufiger die Löschung Jahresbericht 2016 zu Risiken für Minderjährige im Internet

(30.06.17) Enthauptungen in Großaufnahme, hasserfüllte Memes, diffamierende Videos: Kinder und Jugendliche werden im Netz mit brutalen und erniedrigenden Darstellungen konfrontiert, die sich im Social Web rasend schnell verbreiten und hohe Reichweiten erzielen. 2016 konnte jugendschutz.net zwei Drittel der registrierten Verstöße schnell entfernen lassen. Um Kindern und Jugendlichen die unbeschwerte Nutzung des Internets zu ermöglichen, muss der Kreislauf des Likens und Sharens jugendgefährdender Inhalte so schnell wie möglich unterbrochen werden. Dies ist eines der Ergebnisse im aktuellen Jahresbericht.

 

Anzahl geprüfter Angebote vervierfacht

121.908 Angebote überprüfte jugendschutz.net 2016 auf Verstöße (2015: 30.685). Die Vervierfachung im Vergleich zu den Vorjahren ist vor allem auf das systematische Plattformmonitoring zurückzuführen, in dem reichweitenstarke Dienste des Social Web auf Hassbotschaften und Gewaltdarstellungen überprüft wurden. Die Zahl der Sichtungen in Deutschland und bei größeren Beurteilungseinheiten (z.B. Websites, Profile) ist konstant geblieben, die Steigerungen waren vor allem bei ausländischen Plattformen und kleineren Einheiten (z.B. Hasskommentare, Gewaltvideos) festzustellen.

 

Gros der Verstöße auf US-Angeboten im Social Web

6.011 Verstöße gegen Jugendschutzbestimmungen registrierte jugendschutz.net 2016. Nur 15 % (902) fanden sich auf deutschen Angeboten (2015: 18 %). Die Hälfte der Verstöße fand jugendschutz.net über Hinweise (46 %). Das Gros (69 %) wurden auf US-Angeboten im Social Web registriert, insbesondere auf den großen Plattformen Facebook (23 %), YouTube (14 %) und Twitter (10 %).

 

Schwerpunkt der Verstöße bei politischem Extremismus

Bei den Verstoßfällen, die jugendschutz.net registriert, dominierte erstmals der politische Extremismus (38 %, 2015: 15 %). 13 % waren Darstellungen der sexuellen Ausbeutung (2015: 19 %), 21 % enthielten pornografische (2015: 26 %) und 16 % jugendgefährdende Inhalte (2015: 20 %). In 6 % der Fälle stellte jugendschutz.net entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte für Jugendliche fest.

 

Zwei von drei Verstößen im In- und Ausland schnell beseitigt

2016 erreichte jugendschutz.net in fast zwei Dritteln der Fälle (66 %) eine schnelle Beseitigung von Verstößen (2015: 51 %). In Deutschland lag die Erfolgsquote der eigenen Aktivitäten bei 74 %, im Ausland bei 64 %. Die Erfolgsquote im Ausland konnte damit stark verbessert werden (2015: 41 %).

 

Erfolgreich gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern

Die Strategie, Darstellungen der sexuellen Ausbeutung von Kindern über Polizei-, INHOPE- und Providerkontakte löschen zu lassen, hat sich auch 2016 bewährt: In Deutschland wurden in 100 %, im Ausland in 85 % der Fälle Erfolge erzielt.

 

Downloads (PDF):

Pressemitteilung des rheinlandpfälzischen Jugendministeriums und der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) zum Jahresbericht von jugendschutz.net

Jahresbericht 2016 

Zahlen zum Jahresbericht 2016

 

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