Jahresberichte

jugendschutz.net
Jahresbericht 2015

Legal Highs per Mausklick: Jugendliche online zum Konsum synthetischer Drogen animiert Jahresbericht 2015 zu Risiken für Minderjährige im Internet

(20.06.16) "Beach Party", "Crazy Monkey" oder "Unicorn Magic Dust" – mit coolen Namen und jugendaffiner Aufmachung werden insbesondere Jugendliche offensiv zu Kauf und Konsum so genannter Legal Highs animiert. Getarnt als Kräutermischungen oder Badesalze sind die gefährlichen Stoffe über Suchmaschinen, Foren und im Social Web leicht zu finden und frei zugänglich. Neben verlässlichen Altersprüfungen sind wirkungsvolle Schutzmaßnahmen nötig. Dies ist eines der Ergebnisse im aktuellen Jahresbericht von jugendschutz.net.

 

Mehr als 30.000 Angebote auf Verstöße geprüft

30.685 Angebote überprüfte jugendschutz.net 2015 auf Verstöße gegen den Jugendmedienschutz. Die Zahl bewegte sich damit auf dem Niveau des Vorjahres, 40 % der gesichteten Angebote waren deutscher Herkunft.

 

Gegen 6.000 Verstöße vorgegangen

6.130 Verstöße gegen Jugendschutzbestimmungen registrierte jugendschutz.net 2015. Nur 18 % (1.113) fanden sich auf deutschen Angeboten (2014: 17 %).

 

10.000 Hinweise und Anfragen bearbeitet

7.610 Hinweise auf Verstöße (2014: 8.004) und 2.960 Anfragen (2014: 2.980) bearbeitete jugendschutz.net 2015. Einzelne User melden eine Vielzahl an Inhalten – insgesamt waren über 13.000 Adressen zu überprüfen. Am Stärksten wuchs das Hinweisaufkommen im Bereich der sexuellen Ausbeutung von Kindern.

 

Pornografie und sexuelle Ausbeutung von Kindern dominieren

Pornografie (26 %, 2014: 31 %), sexuelle Ausbeutung von Kindern (19 %, 2014: 22 %) und Jugendgefährdung (19 %, 2014: 13 %) waren 2015 die häufigsten Verstoßkategorien. 15 % der Verstöße bezogen sich auf politischen Extremismus, 10 % auf entwicklungsbeeinträchtigende Angebote.

 

Jeden zweiten Verstoß im In- und Ausland schnell beseitigt

In der Hälfte der Fälle (51 %) konnte jugendschutz.net eine schnelle Beseitigung von Verstößen erreichen (2014: 42 %). In Deutschland lag die Erfolgsquote der eigenen Aktivitäten bei 71 %, im Ausland bei 42 %.

 

Erfolgreich gegen sexuellen Missbrauch von Kindern

Die Strategie, Darstellungen der sexuellen Ausbeutung von Kindern über Polizei-, INHOPE- und Providerkontakte löschen zu lassen, hat sich auch 2015 bewährt: In Deutschland wurden in 100 %, im Ausland in 83 % der Fälle Erfolge erzielt. Im Ausland werden vor allem Darstellungen von Kindern in sexualisierten Posen seltener gelöscht.

 

Downloads (PDF):

Pressemitteilung des rheinlandpfälzischen Jugendministeriums und der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) zum Jahresbericht von jugendschutz.net

Jahresbericht 2015 (deutsch)

Themenpapier Legal Highs - Jugendliche im Netz zu Drogenkonsum verleitet

 

Ältere Jahresberichte

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