Was jugendschutz.net tut

jugendschutz.net

Was jugendschutz.net tut

jugendschutz.net ist seit 1997 ein wichtiger Akteur des Jugendschutzes im Internet. Die Stelle kombiniert Recherchen und Maßnahmen gegen Jugendschutzverstöße mit der Sensibilisierung von Anbietern, Eltern und Jugendlichen für Risiken. Mit diesem mehrdimensionalen Ansatz kann zeitnah auf neue Phänomene im Internet reagiert werden. Die Aufgaben von jugendschutz.net sind im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) geregelt und in einer Ländervereinbarung genauer bestimmt.

Recherche und Kontrolle von Risiken

jugendschutz.net kontrolliert Angebote im Netz auf Verstöße gegen den Jugendschutz. Die Stelle nimmt Beschwerden entgegen und recherchiert selbst im Rahmen seines Risikomonitorings. Im Fokus stehen Themen und Dienste, die für Kinder und Jugendliche besonders wichtig sind. Aus den Ergebnissen der Recherchen werden Einschätzungen zu Phänomenen und Bewertungskriterien erarbeitet.

jugendschutz.net hat Angebote aus den Bereichen politischer Extremismus, sexuelle Ausbeutung von Kindern, Selbstgefährdung und Gewalt dauerhaft im Blick. Hinzu kommen Kontaktrisiken in Communitys, Messengern und Onlinespielen sowie Gefährdungen bei der Nutzung von Smartphones und anderen mobilen Internetgeräten.

jugendschutz.net recherchiert ergänzend die Wirksamkeit technischer Schutzmechanismen wie Altersprüfsysteme und Jugendschutzfilter. Bei der Bewertung wird auch berücksichtigt, inwieweit die Systeme dem Stand der Technik entsprechen und ob sie von Eltern ohne große Hürden eingesetzt werden können.

Aktueller Jahresbericht

Maßnahmen und Erfolge bei Verstößen

Für die jugendschutzkonforme Gestaltung eines Angebots ist der Inhaltsanbieter verantwortlich. jugendschutz.net weist ihn auf Verstöße hin und fordert zur schnellen Beseitigung auf. Ist kein direkt Verantwortlicher zu identifizieren, können auch Host- und Plattformbetreiber in die Pflicht genommen werden. Sobald sie Kenntnis von unzulässigen Inhalten haben, sind sie mit verantwortlich und zum Handeln verpflichtet.

jugendschutz.net kontaktiert daher auch Hostprovider und Global Player wie YouTube, Facebook und Twitter und bittet sie um Löschung unzulässiger Beiträge. Dies gelingt vor allem dann, wenn ein direkter Kontakt existiert und die Kommunikation auf Verstöße gegen Inhaltsrichtlinien des jeweiligen Dienstes Bezug nimmt.

Bei den meisten Angeboten erreicht jugendschutz.net auf diese Weise eine schnelle Änderung und aufwändige Verfahren werden vermieden. Nur einen kleinen Teil der Fälle muss jugendschutz.net an die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) abgeben, damit sie aufsichtsrechtliche Maßnahmen einleiten kann.

Mehr zum Beschwerdeverfahren 

Kooperation mit Staat, Diensten und internationalen Netzwerken

Jugendschutz im Internet lässt sich nur gemeinsam mit staatlichen Stellen, Selbstkontrolleinrichtungen, internationalen Partnern und Diensten erfolgreich umsetzen. jugendschutz.net ist deshalb mit allen relevanten deutschen und ausländischen Akteuren im Bereich des Jugendschutzes vernetzt.

Kooperationen umfassen fallbezogenen Austausch, Information und Beratung über neue Jugendschutzprobleme sowie die Entwicklung übergreifender Lösungsansätze. Die Zusammenarbeit mit Betreibern setzt vor allem auf die grundsätzliche Verbesserung von präventiven Schutzmaßnahmen in jugendaffinen Diensten.

Zur Bekämpfung von internationalen Phänomenen arbeitet jugendschutz.net eng mit ausländischen Organisationen zusammen und ist Gründungsmitglied der Netzwerke INHOPE (Bekämpfung von Darstellungen der sexuellen Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen) und INACH (Bekämpfung von Hass im Netz).

Unterstützung für Jugendliche, Eltern und Fachkräfte

Zeitgemäßer Jugendschutz im Internet muss auch medienpädagogische Aktivitäten umfassen. Auf Basis seiner Recherchen erstellt jugendschutz.net daher Konzepte und Handreichungen für die Praxis. Zielgruppen sind Kinder und Jugendliche, pädagogische Fachkräfte sowie Eltern.

Mit seinen Broschüren und Flyern klärt jugendschutz.net über Risiken durch gefährdende Inhalte, Kontakte oder Kostenfallen auf. Die Handreichungen liefern auch praktische Tipps, wie Kinder sicher im Netz unterwegs sein können. Die Klick-Tipps von jugendschutz.net empfehlen wöchentlich gute Kinderseiten.

Gleichaltrige spielen bei der Sensibilisierung für Online-Risiken eine wichtige Rolle. jugendschutz.net verfolgt daher in seinen Angeboten für Jugendliche den Ansatz der Peer Education. Im Zentrum stehen die kritische Reflexion der eigenen Mediennutzung und die Stärkung von Kompetenzen.

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Chatten ohne Risiko - Jugendbereich