Was heißt zeitgemäßer Jugendschutz im Internet?

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Was heißt zeitgemäßer Jugendschutz im Internet?

Kindheit und Jugend sind Zeiten besonderer Schutzbedürftigkeit eines Menschen. Er erwirbt in diesen Lebensphasen grundlegende Kompetenzen für eine souveräne Lebensführung. In der heutigen mediatisierten Gesellschaft gehört hierzu auch die selbstbestimmte, kritische und kreative Nutzung von Online-Angeboten. Aufgabe des Jugendmedienschutzes ist es, altersdifferenzierte Konzepte zu entwickeln, damit dies ohne Gefährdungen und Beeinträchtigungen möglich ist.

Grundlegendes Recht auf Teilhabe

Die UN haben in ihrer Konvention für die Rechte des Kindes den grundlegenden Anspruch auf Unversehrtheit und Teilhabe formuliert, der auch für den Bereich der Medien gilt. In Deutschland ist das Recht auf eine ungestörte Entwicklung der Persönlichkeit im Grundgesetz verankert. Für den Jugendschutz im Internet als gesellschaftliche Aufgabe hat der Staat den gesetzlichen Rahmen geschaffen.

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Medial geprägte Lebenswelt

Facebook, YouTube und WhatsApp sind fester Teil der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Apps bieten auch mobil Unterhaltung, ermöglichen Chats mit Freunden oder neue Kontakte. Den Chancen stehen Risiken gegenüber wie Mobbing, Selbstgefährdungen und Extremismus. Ziel des Jugendschutzes ist, dass Kinder Angebote unbeschwert nutzen können und Risiken für Jugendliche reduziert werden.

 

Schutz in geteilter Verantwortung

Die Konfrontation mit gefährdenden Inhalten und das Risiko, belästigt zu werden, gehen häufig Hand in Hand. Vor allem Plattformbetreiber sind in der Pflicht, Kinder und Jugendliche besser zu schützen. Sie müssen unzulässige Inhalte schnell löschen und für eine gefahrlose Nutzung ihrer Angebote sorgen, auch mobil. Zeitgemäßer Jugendschutz muss regulatorische, technische und erzieherische Instrumente sinnvoll kombinieren.

Kompetenzen fördern, Hilfen bieten

Jugendschutz kann junge Menschen nicht gegen alle Risiken abschirmen. Zeitgemäßer Jugendmedienschutz muss daher altersdifferenziert agieren. Während jüngere Kinder mehr Schutz benötigen, werden mit zunehmendem Alter größere Freiheiten und Kompetenzen zum Selbstschutz wichtiger. Ergänzend benötigen Eltern und pädagogische Fachkräfte Tipps und praktische Hilfestellungen für die Medienerziehung.