Family-Influencer inszenieren ihr Alltags- und Familienleben, thematisieren emotionale Momente wie Geburt, Einschulung, Krankheit und auch Tod. Kinder sind häufig fester Bestandteil der Beiträge, die auf den Social-Media-Kanälen verbreitet werden. Die kommerzielle Vermarktung des Privatlebens kann jedoch die Privat- und Intimsphäre sowie die Sicherheitsinteressen der betroffenen Kinder und Jugendlichen verletzen. Der ständige Fokus auf die Kamera und der enorme Zeitaufwand für den Dreh der jeweiligen Inhalte können sowohl die psychische Entwicklung als auch die Bindungsfähigkeit der Kinder gefährden.
Im Rahmen eines geschlossenen Expertenhearing des Deutschen Instituts für Menschenrechte und Terre des Hommes zum Thema „Kinderarbeit im Kontext Family Influencing“ im Mai 2025 entstand die Idee, Vorschläge für Regelungsmodelle im Jugendarbeitsschutzgesetz zu entwickeln. Denn die bestehenden Regelungen stoßen zunehmend an ihre Grenzen. Zudem bildete sich eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertreter:innen der Stiftung Digitale Chancen, Terre des Hommes, der Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention und jugendschutz.net, die gemeinsam ein (vorläufiges) Begriffsverständnis von „Kinderarbeit im Kontext Family Influencing“ entwickelte.
Das entstandene Diskussionspapier ist hier abrufbar.