Family-Influencing ist mittlerweile ein lukratives Geschäft. Immer mehr Eltern teilen ihr Familienleben auf Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube. Eine Studie im Auftrag der Landesmedienanstalten, durchgeführt vom Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut, zeigt, dass vor allem Inhalte mit jungen Kindern erfolgreich sind.
Doch die kommerzielle Darstellung von Kindern in sozialen Medien ist rechtlich und ethisch problematisch. Sie kann Datenschutz, Persönlichkeitsrechte sowie die persönliche Privatsphäre der Kinder verletzen und steht oft im Konflikt mit dem kindlichen Schutzbedürfnis sowie elterlicher Fürsorge.
Um allen Beteiligten ihre Verantwortung bewusst zu machen und Risikopotenziale aufzuzeigen, haben die Landesmedienanstalten* konkrete Handlungsoptionen entwickelt. Diese richten sich an Gesetzgeber und Politik, Aufsichtsbehörden und Jugendhilfe, Plattformbetreiber, die Werbewirtschaft sowie Eltern und Influencer:innen.
Welche Risiken durch das Posten von Kinderbildern in Sozialen Medien, unter anderem hinsichtlich Verletzungen des Persönlichkeitsrechts, entstehen, zeigt auch unser Report „Kindheit online. Zwischen Teilhabe, Zurschaustellung und Preisgabe privater Informationen auf Social Media“.
*Landesmedienanstalten: Bremische Landesmedienanstalt (brema), Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH), Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM), Landesanstalt für Medien NRW (LFM NRW)