Jahresberichte

jugendschutz.net
Jahresbericht 2017

Schutz von Kindern und Jugendlichen im Netz verbessern

(13.09.18) Kinder und Jugendliche werden im Social Web Tag für Tag mit Beleidigungen und Belästigungen konfrontiert – und benötigen besseren Schutz. Dies ist eines der Ergebnisse im aktuellen Jahresbericht.

 

80 % der Verstöße schnell beseitigt

jugendschutz.net überprüfte 2017 102.423 Angebote. Rund drei Fünftel der Verstoßfälle (58 %) fanden sich auf Plattformen in den USA, ein Großteil davon bei den großen Diensten Facebook, YouTube, Twitter und Instagram. Zwar konnte in 80 % aller Verstoßfälle eine schnelle Löschung erreicht werden, gleichzeitig zeigt sich, dass die Plattformen bislang zu wenig Vorsorge ergreifen.

 

Erfolgreich gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern

2017 dokumentierte jugendschutz.net 2.982 Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern und damit viermal so viele wie im Vorjahr. In 86 % der Fälle (2.550) wurden die Inhalte über ausländische Server verbreitet. Hauptverbreitungsländer waren die USA (33 %), die Niederlande (24 %) und Russland (22 %). In Deutschland gelang in allen Fällen die Löschung, im Ausland lag die Erfolgsquote bei 91 %.

 

Globale Plattformen und mobile Dienste dominieren Nutzung

Alle Jugendlichen und immer mehr Kinder sind ständig online, verfügen über eigenes Smartphones und nutzen vorzugsweise Apps globaler Unternehmen wie Facebook, Google und Twitter. Kein einziges deutsches Angebot rangiert unter den beliebtesten bei Userinnen und Usern.

 

Monitoring zur Erkennung von Risiken intensiviert

2017 systematisierte jugendschutz.net sein Monitoringaktivitäten und überprüfte kontinuierlich typische Risiken für Kinder und Jugendliche und die jeweilige Vorsorge der Dienste. Im Fokus standen Hassbeiträge, sexuelle Belästigung und Ausbeutung, Mobbing sowie Selbstgefährdungsinhalte. Zudem richtete die Stelle verstärkt den Blick auf Apps und Assistenzsysteme, die junge Userinnen und User ausspähen und persönliche Daten abgreifen.

 

Künstliche Intelligenz auf Tauglichkeit im Jugendmedienschutz getestet

Klassische Jugendschutzprogramme hinken der technischen Entwicklung hinterher. Um zu erproben, wie künstliche Intelligenz zur Bewältigung aktueller Herausforderungen des Jugendschutzes eingesetzt werden kann, testete jugendschutz.net frei verfügbare KI-Techniken.

 

Materialien für die Medienerziehung weiterentwickelt

Um Eltern und Fachkräfte zu unterstützen, erarbeitete jugendschutz.net Tipps und Hilfestellungen. Die Broschüre "Gutes Aufwachsen mit Medien" wurde unter dem Schwerpunkt "Digitales Kinderzimmer" überarbeitet. Experten geben darin Hilfestellungen für den sicheren Umgang mit Smarttoys und Onlinerisiken. Zudem wurden neue Praxistipps zur Aufklärung über Extremismus im Netz erarbeitet.

 

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