Die Zahl der polizeilich registrierten Fälle sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ist 2025 auf 17.126 gestiegen (2024: 16.375). Das geht aus dem am 21. Juli veröffentlichten Bundeslagebild hervor, einem gemeinsamen Bericht von Bundeskriminalamt (BKA), Unabhängiger Bundesbeauftragten gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen (UBSKM) und Bundesregierung. Neben sogenannten Hands-on-Straftaten findet ein erheblicher Teil der Delikte weiterhin im digitalen Raum statt. Rund 4.900 Fälle betreffen beispielsweise das Einwirken auf Kinder ohne Körperkontakt, um sexuelle Handlungen anzubahnen – etwa sog. Cybergrooming.
Besonders auffällig ist zudem der Anstieg bei jugendpornografischen Inhalten um 19,9 %. Als ein möglicher Grund wird der erleichterte Einsatz von KI zur Erstellung und Verbreitung entsprechender Bilder genannt.
Die Zahlen beruhen auf der Polizeilichen Kriminalstatistik und bilden nur das Hellfeld, also angezeigte Straftaten ab. Expert:innen gehen von einem deutlich größeren Dunkelfeld aus. Die Tatverdächtigen sind überwiegend männlich. Auch Minderjährige selbst sind häufig Tatverdächtige. Hier muss je nach Delikt differenziert werden.
Weitere Erkenntnisse sind hier abrufbar.
Darstellungen sexualisierter Gewalt können über das Beschwerdeformular von jugendschutz.net gemeldet werden.