Die aktuelle Debatte um gefälschte pornografische Inhalte von Prominenten wie Collien Fernandes verdeutlicht eine gefährliche Entwicklung im Netz: Deepfakes sind längst kein Nischenphänomen mehr. Es kann jeden treffen: Frauen und auch schutzbedürftige junge Mädchen. Durch den niederschwelligen Zugang zu generativer KI können Bilder, Videos und Stimmen ohne Fachkenntnisse täuschend echt manipuliert werden. Das bietet Raum für missbräuchliche Verwendung, Identitätsmissbrauch und sexualisierte Gewalt, um Frauen systematisch zu erniedrigen. Die Betroffenen erleben oft, dass sich die Inhalte kaum löschen lassen. Zudem fehlt es an rechtlichen Handhaben, da die Taten im digitalen Raum schwer zu verfolgen sind. Die Bundesregierung will jetzt Schutzlücken bei der Strafbarkeit digitaler Gewalt schließen. Künftig soll es verboten sein, sexualisierte Inhalte anderer, echt oder mittels KI erzeugt, ohne Einverständnis der Gezeigten, herzustellen oder zu teilen.
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