Die Landesanstalt für Medien NRW veröffentlicht zum sechsten Mal Erkenntnisse aus einer jährlichen Befragungswelle. Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 17 Jahren berichten zu ihrem Umgang mit Medien und Erfahrungen mit Cybergrooming – also der gezielten digitalen Anbahnung sexueller Kontakte mit Minderjährigen.
Die Studienerkenntnisse zeigen positive Entwicklungen: Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen, die bereits Erfahrungen mit Cybergrooming gemacht haben, ist etwas gesunken. Zudem sind die Minderjährigen besser sensibilisiert als noch in den Vorjahren. Gleichwohl ist die Zahl der Betroffenen weiterhin hoch. Knapp ein Fünftel der Befragten war schon einmal mit einer Form von Cybergrooming konfrontiert. Instagram, TikTok, Snapchat und WhatsApp sind Dienste, die am häufigsten im Zusammenhang mit Cybergrooming genannt werden. Aber auch Spiele(-Plattformen) wie Roblox, Fortnite und Minecraft sind Ausgangspunkte für Täter:innen.
Erstmals abgefragt wurde, ob den Kindern und Jugendlichen schon einmal gedroht wurde, KI-generierte Bilder oder Videos von ihnen zu verbreiten, wenn sie nicht tun, was der Täter oder die Täterin von ihnen verlangt. Dies bejahten 18 % der Befragten. Bei solchen KI-generierten Inhalten kann es sich beispielsweise um sexualisierte Deepfakes handeln.
Alle Ergebnisse sind auf der Website der Landesanstalt für Medien NRW veröffentlicht.