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(Quelle: Chalermpon Poungpeth/ Shutterstock.com)

Muslimische Influencerin erhält Morddrohungen von Islamisten

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Nur El-Huda ist eine populäre, muslimische Influencerin mit über 60.000 Follower:innen auf TikTok. Lange trägt sie den Hijab, die islamische Kopfbedeckung für Frauen. Im Mai 2026 entscheidet sie sich, ihn abzulegen, wofür sie islamistische Akteure in Sozialen Medien massiv anfeinden und ihr sogar mit Mord drohen.

Auf ihren Accounts äußert sich Nur El-Huda zu religiösen Themen, antimuslimischem Rassismus, aber auch zu Frauenrechten, toxischer Männlichkeit und patriarchalen Strukturen in der islamischen Community. Insbesondere junge Muslim:innen klärt sie etwa über frauenfeindliche Prediger auf. Dabei trug sie stets einen schwarzen Hijab. Als sie ihn im Mai 2026 ablegte, erfuhr sie dafür viel Kritik, auch aus den eigenen Reihen der Hijabi-Influencerinnen. Viele männliche User, antifeministische Akteure und Islamist:innen reagierten mit offenem Hass – der auch in Gewalt- und Morddrohungen eskalierte. In Kommentarspalten und Privatnachrichten wird etwa gedroht, dass Nur El-Huda eine Kugel zwischen die Augen bekommen sollte. In einem TikTok-Livestream von Anfang Juli sollen Islamisten sich dabei gefilmt haben, wie sie zu der Büro-Adresse der Influencerin fahren, um ihren Worten Taten folgen zu lassen. Die herbeigerufene Polizei wirkte abschreckend.

Der Fall zeigt auf, warum es gerade für progressive Stimmen in der muslimischen Community mit enormen Hürden verbunden ist, öffentlich aufzuklären und sich kritisch zu äußern. Sie müssen dafür häufig hohe persönliche Risiken in Kauf nehmen, da Gewaltandrohungen durch Extremist:innen grundsätzlich ernst genommen werden müssen.

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