Seit August 2026 kam es an mehreren Schulen nicht nur in Europa zu Angriffen mit Hieb- und Stichwaffen, die durch Jugendliche verübt wurden. Die Taten forderten viele Verletzte und Tote. In mindestens elf dieser Fälle gab es Hinweise darauf, dass Soziale Medien und das Internet einen Einfluss auf die Taten hatten.
Im Vorfeld der Angriffe suchten die Täter online etwa nach Anleitungen, tauschten sich über geplante Taten aus, konsumierten Gewaltinhalte oder streamten Angriffe live. In mehreren Fällen wird zudem von einem Zusammenhang mit gewaltverherrlichenden und menschenverachtenden Online-Subszenen ausgegangen. Dies verdeutlicht das Gefahrenpotential von Onlineradikalisierung und die Notwendigkeit wirksamer und mehrdimensionaler Präventionsmaßnahmen.
Warnsignale wie Gewaltandrohungen, Inszenierungen mit Waffen und Bodycams sowie die Glorifizierung von (Amok-) Tätern und Terroristen müssen ernst genommen werden. Angehörige und pädagogische Fachkräfte können sich für Beratung und Unterstützung z.B. an das Violence Prevention Network oder die Nummer gegen Kummer wenden, in akuten Fällen muss sofort die Polizei eingeschaltet werden.