Als „Pedo-Hunter“ bezeichnen sich Personen, die in Eigenregie vermeintliche Pädokriminelle aufspüren und konfrontieren. Sie üben damit eine Form der Selbstjustiz aus. Dabei werden pädophile Neigungen oder sexueller Missbrauch von Kindern oft mit queeren Menschen in Verbindung gebracht und so Gewalt gegen sie gerechtfertigt.
Auch jugendschutz.net befasst sich mit dem Thema und hat dabei besonders jugendaffine Szenen im Blick. Mehrheitlich handelt es sich dabei um männliche rechtsorientierte Jugendliche oder junge Erwachsene. Zahlreiche problematische Inhalte auf Social-Media-Plattformen wie auf Discord wurden dabei registriert. Neben Mottos wie „Sichten und Vernichten“ oder brutalen Gewaltfantasien zeigen Posts Hieb- und Stichwaffen sowie vorgeblich selbst gebaute Waffen. Zudem werden persönliche Daten von Menschen veröffentlicht („Doxing“), denen ein sexuelles Interesse an Minderjährigen unterstellt wird. Dabei werden Menschen auch offenbar willkürlich, aufgrund von Unterstellungen oder aus persönlicher Feindseligkeit zur Zielscheibe von Attacken.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:
Investigative Dokumentation der ARD: „Angriffe über queere Datingplatformen“
Kurz-Beitrag: Content Creator:innen ermitteln Cybergrooming