Am 7. Januar 2026 wurde die US-Amerikanerin Renée Good durch einen ICE-Beamten erschossen. Die Tat wird auf Social Media von frauenfeindlichen Akteuren gefeiert.
Die Tötung von Renée Good löste eine Debatte über die Befugnisse der US-Behörden, über die Einwanderungspolitik des amerikanischen Präsidenten und den Einsatz von Waffengewalt aus. Sie wird jedoch auch im Kontext von Misogynie und Gewalt gegen Frauen relevant: Incels, deren Ideologie auf Frauenhass basiert, verbreiten z. B. KI-generierte Darstellungen, die Good mit einem Fadenkreuz auf der Stirn zeigen. Ebenso kursieren Bilder von ihr mit dem Spruch „I can’t drive“, einer Anspielung auf die Tötung von George Floyd („I can’t breathe“) sowie darauf, dass sie in einem Auto saß, als sie erschossen wurde. Opfer von Gewalt gegen Frauen und von Femiziden werden von Incels in sozialen Medien immer wieder aufgegriffen, um sich über die Taten zu amüsieren, sie zu legitimieren oder zu glorifizieren.
Jugendliche können auf TikTok oder Instagram leicht mit Inhalten konfrontiert werden, die Gewalt verharmlosen und abwertende Einstellungen bis hin zu Hass gegen Frauen und weiblich gelesene Personen fördern.
Mehr zu frauenfeindlichen und antifeministischen Inhalten in Social Media finden Sie in unserem Report „Antifeminismus online“. Der Report wird auch im Rahmen unserer Online-Veranstaltungsreihe „Insights“ am 4. Februar vorgestellt. Anmeldungen sind hier möglich.